KLIMAANLAGE

5 kW Klimaanlage: für welche Raumgröße die Leistung wirklich reicht

Außengerät einer Split-Klimaanlage an einer Hauswand
Die Kilowattangabe beschreibt die Kühlleistung, nicht die Stromaufnahme, Foto: Pexels

Eine 5 kW Klimaanlage ist die meistverkaufte Leistungsklasse für große Wohnzimmer und offene Wohnküchen, und gleichzeitig die Klasse, bei der am häufigsten zu groß gekauft wird. Die Kilowattangabe steht für die Wärme, die das Gerät aus dem Raum trägt, nicht für den Strom, den es dabei zieht. Diese Verwechslung ist die Wurzel fast aller Fehldimensionierungen.

Dieser Ratgeber rechnet die Klasse nüchtern durch: welche Raumfläche 5 kW tatsächlich abdecken, wie sich 2 kW, 2,5 kW, 3,5 kW, 6 kW, 7 kW und 10 kW dazu verhalten, wie Sie Kilowatt in BTU umrechnen, was SEER über die Jahresstromkosten sagt und welche Vorgaben aus der F-Gase-Verordnung und dem Sachkunderecht bei der Montage gelten.

Was 5 kW Kühlleistung bedeuten

Wenn ein Hersteller eine 5 kW Klimaanlage ausweist, meint er die Nennkühlleistung nach EN 14511, gemessen bei 35 Grad Außentemperatur und 27 Grad Raumtemperatur. Das Gerät trägt in diesem Betriebspunkt 5.000 Watt Wärme aus dem Raum nach draußen. Elektrisch nimmt es dabei nur einen Bruchteil davon auf, weil eine Klimaanlage Wärme transportiert und nicht erzeugt.

Genau diese Verwechslung führt zu den meisten Fehlkäufen. Wer 5 kW liest und an einen Heizlüfter denkt, hält das Gerät für einen Stromfresser. Wer umgekehrt glaubt, mehr Kilowatt seien immer besser, bestellt eine Anlage, die im Sommer permanent taktet. Beides kostet Geld.

  • Kühlleistung: die abgeführte Wärme in Kilowatt, hier 5 kW.
  • Leistungsaufnahme: der elektrische Bezug, im Auslegungspunkt rund 1,3 bis 1,6 kW.
  • EER: das Verhältnis beider Werte im Nennpunkt, üblich sind 3,2 bis 4,0.
  • SEER: derselbe Quotient über eine ganze Kühlsaison, üblich sind 5,1 bis 9,0.

5 kW Klimaanlage: für welche Raumfläche

Die ehrliche Antwort lautet: Es hängt von der Kühllast ab, nicht von der Fläche allein. Eine Dachgeschosswohnung mit Südfenstern hat bei identischer Grundfläche mehr als die doppelte Last einer Erdgeschosswohnung mit Nordorientierung. Die folgenden Werte sind Planungsfaustwerte, mit denen sich die Klasse eingrenzen lässt.

GebäudesituationKühllast je m²Fläche mit 5 kWTypisch für
Neubau, gedämmt, kleine Fenster, Nordseite50 W/m²bis 100 m²KfW-Standard, verschattet
Guter Bestand, moderate Fensterfläche60 W/m²rund 83 m²saniertes Mehrfamilienhaus
Normaler Bestand, Wohnzimmer mit Terrassentür80 W/m²rund 62 m²der Regelfall
Große Glasflächen, Südwest, wenig Verschattung100 W/m²rund 50 m²Wohnküche mit Fensterfront
Dachgeschoss, ungedämmt, Dachflächenfenster120 W/m²rund 42 m²ausgebauter Spitzboden

Als praktische Bandbreite bleibt: Eine 5-kW-Anlage bedient realistisch 40 bis 70 Quadratmeter. Wer darüber hinaus plant, sollte nicht die nächste Leistungsstufe kaufen, sondern die Kühllast senken. Außenliegender Sonnenschutz nimmt einer Südfassade bis zu drei Viertel des solaren Eintrags ab und ist damit die günstigste Kilowattstunde des ganzen Projekts.

Ein zweiter Punkt wird oft übersehen: Eine Splitanlage kühlt genau den Raum, in dem das Innengerät hängt. Offene Grundrisse mit Galerie oder langem Flur brauchen deshalb eher zwei Innengeräte als ein größeres. Wie diese Aufteilung funktioniert, beschreibt unser Ratgeber zur Multisplit-Klimaanlage.

Kilowatt in BTU umrechnen

Viele Datenblätter und fast alle Importgeräte nennen die Leistung in BTU pro Stunde, der britischen Wärmeeinheit. Die Umrechnung ist ein fester Faktor: 1 Kilowatt entspricht exakt 3.412,14 BTU/h. Umgekehrt sind 1.000 BTU/h rund 0,293 kW.

KühlleistungBTU/h exaktHandelsklasseRichtwert Fläche
2,0 kW6.824 BTU/h7.000 BTU16-25 m²
2,5 kW8.530 BTU/h9.000 BTU20-32 m²
3,5 kW11.942 BTU/h12.000 BTU28-45 m²
5,0 kW17.061 BTU/h18.000 BTU40-70 m²
6,0 kW20.473 BTU/h21.000 BTU50-85 m²
7,0 kW23.885 BTU/h24.000 BTU58-95 m²
10,0 kW34.121 BTU/h36.000 BTUab 85 m², meist Multisplit

Achten Sie darauf, dass eine als 18.000 BTU beworbene Anlage nominal 5,28 kW leistet, eine als 5 kW beworbene dagegen 17.061 BTU/h. Der Unterschied von gut fünf Prozent liegt innerhalb der Messtoleranz und ist für die Auswahl bedeutungslos. Entscheidend bleibt die Leistung bei Teillast, denn dort läuft das Gerät die meiste Zeit.

Innengerät einer Split-Klimaanlage über einer Wohnzimmerwand
Eine 5-kW-Anlage bedient realistisch 40 bis 70 Quadratmeter, abhängig von Dämmung und Fensterfläche, Foto: Pexels

Von 2 kW bis 10 kW: die Leistungsklassen

Die Klassen liegen enger beieinander, als die Kilowattzahlen vermuten lassen. Zwischen 5 kW und 6 kW liegen 20 Prozent Leistung, zwischen 2 kW und 2,5 kW ebenfalls. Innerhalb einer Baureihe teilen sich benachbarte Größen häufig Gehäuse, Verdichter und Rohranschlüsse.

Klimaanlage mit 2 kW und 2,5 kW

Die Einstiegsklasse für Schlafzimmer, Kinderzimmer und kleine Büros. Eine Klimaanlage mit 2 kW reicht für 16 bis 25 Quadratmeter, eine mit 2,5 kW für 20 bis 32 Quadratmeter. Der große Vorteil liegt im Schallpegel: Das Innengerät muss nachts nicht hochdrehen. Wer nur einen Raum kühlen will, findet die passenden Geräte im Ratgeber zu Klimaanlagen für ein Zimmer.

Klimaanlage mit 3,5 kW

Die meistverkaufte Größe überhaupt. Eine Klimaanlage mit 3,5 kW deckt 28 bis 45 Quadratmeter und passt damit auf das durchschnittliche deutsche Wohnzimmer. Wer zwischen 3,5 kW und 5 kW schwankt und unter 45 Quadratmetern bleibt, fährt mit der kleineren Stufe besser: Die Anlage moduliert länger im Teillastbereich, entfeuchtet dabei zuverlässiger und erreicht einen höheren SEER.

Klimaanlage mit 6 kW, 7 kW und 10 kW

Ab 6 kW verlassen Sie den Bereich, in dem Faustformeln tragen. Eine Klimaanlage mit 7 kW versorgt offene Wohnbereiche von etwa 70 bis 95 Quadratmetern, eine Klimaanlage mit 10 kW eher ganze Etagen oder ein Multisplit-System mit drei bis fünf Innengeräten. Hier gehört eine Kühllastberechnung nach VDI 2078 dazu, weil interne Lasten aus Personen, Beleuchtung und Technik schnell ein Kilowatt und mehr ausmachen.

KlasseFlächeTypischer EinsatzBauform
2,0 kW16-25 m²Schlafzimmer, KinderzimmerSingle-Split
2,5 kW20-32 m²Büro, GästezimmerSingle-Split
3,5 kW28-45 m²Wohnzimmer im BestandSingle-Split
5,0 kW40-70 m²große Wohnküche, Wohnzimmer mit TerrassentürSingle- oder Duo-Split
6,0 kW50-85 m²Wohnbereich mit GalerieSingle- oder Duo-Split
7,0 kW58-95 m²offener Grundriss, LadenlokalDuo- oder Trio-Split
10,0 kWab 85 m²Etage, Praxis, BüroeinheitMultisplit, 3 bis 5 Innengeräte

SEER, Stromaufnahme und Jahreskosten

Der SEER (Seasonal Energy Efficiency Ratio) ist die einzige Effizienzangabe, die für den Alltag zählt. Er wird nach der Ökodesign-Verordnung (EU) 206/2012 und der Kennzeichnungsverordnung (EU) 626/2011 über ein ganzes Kühlprofil ermittelt und bildet Teillast, Anlauf und Standby-Verluste ab. Der Nennwert EER beschreibt dagegen nur einen einzigen Betriebspunkt.

Die Energieeffizienzklassen für Raumklimageräte unter 12 kW sind fest an SEER-Schwellen gekoppelt. Der Referenzjahresverbrauch ergibt sich aus Kühlleistung mal 350 Stunden geteilt durch SEER, so rechnet auch das EU-Energielabel.

EffizienzklasseSEERJahresverbrauch bei 5 kWStromkosten bei 0,35 Euro/kWh
A5,10 bis 5,59343 kWhrund 120 Euro
A+5,60 bis 6,09313 kWhrund 110 Euro
A++6,10 bis 8,49287 kWhrund 100 Euro
A++ im oberen Bereich7,00250 kWhrund 88 Euro
A+++ab 8,50206 kWhrund 72 Euro

Die 350 Stunden sind ein Normwert für das gemäßigte europäische Klima. Wer in einem heißen Sommer 600 Stunden kühlt, rechnet die Werte entsprechend hoch: Aus 250 kWh werden dann rund 430 kWh. Die elektrische Momentanaufnahme bleibt davon unberührt und liegt bei einer 5-kW-Anlage im Auslegungspunkt bei etwa 1,3 bis 1,6 kW, also 5,7 bis 7,0 Ampere an 230 Volt. Ein üblicher Stromkreis mit 16-Ampere-Sicherung reicht aus, sollte aber nicht gleichzeitig Herd oder Wasserkocher tragen.

Warum eine Inverter-Regelung dabei den Unterschied macht und weshalb On-Off-Geräte im Datenblatt zwar günstig aussehen, im Betrieb aber teurer sind, erklären wir im Ratgeber zur Inverter-Klimaanlage.

Hinweis: Wir nennen bewusst keine Modellnummern, keine Gerätepreise und keine Testnoten. Die genannten Verbrauchswerte sind Rechenwerte nach der Ecodesign-Formel und keine Messergebnisse einzelner Geräte.

Kältemittel R32 und R290, F-Gase-Verordnung

In der 5-kW-Klasse dominiert seit Jahren R32. Es hat ein Treibhauspotenzial von 675 und ersetzt das ältere R410A mit 2.088. Neuere Monoblock- und Quick-Connect-Geräte setzen zunehmend auf das natürliche Kältemittel R290, also Propan, mit einem Treibhauspotenzial von 3. R290 ist brennbar der Klasse A3 und unterliegt deshalb Füllmengengrenzen je Raumvolumen.

KältemittelGWPSicherheitsklasseTypische Füllmenge 5 kWCO2-Äquivalent
R410A2.088A1, nicht brennbarrund 1,5 kgrund 3,1 t
R32675A2L, schwer entflammbar1,0 bis 1,5 kg0,7 bis 1,0 t
R290 (Propan)3A3, brennbar0,3 bis 0,6 kgunter 0,01 t

Die F-Gase-Verordnung (EU) 2024/573 schreibt wiederkehrende Dichtheitsprüfungen erst ab einer Füllmenge von 5 Tonnen CO2-Äquivalent vor. Bei R32 entspricht das rund 7,4 Kilogramm Kältemittel. Eine typische 5-kW-Splitanlage im Wohnhaus liegt mit etwa einem Kilogramm weit darunter und ist damit von der Prüfpflicht befreit. Die Pflicht zur fachgerechten Entsorgung und Rückgewinnung am Lebensende gilt dagegen unabhängig von der Menge.

Wer den Kältekreis komplett vermeiden will, findet in der Monoblock-Klimaanlage die Alternative ohne Außengerät-Kältemittelleitung, allerdings mit deutlich schlechterem SEER.

Montage, Fachbetrieb und Anschluss

Arbeiten an Kältemittel führenden Bauteilen sind sachkundepflichtig. Die Verordnung (EU) 2015/2067 legt fest, dass Installation, Wartung und Reparatur nur von zertifiziertem Personal ausgeführt werden dürfen. Für Splitgeräte der 5-kW-Klasse bedeutet das: Evakuieren, Befüllen und Dichtheitsprüfung gehören in die Hände eines Kältefachbetriebs.

  • Eigenleistung erlaubt: Kernbohrung, Konsole oder Wandhalter, Kabelkanal, Kondensatablauf, Vorbereitung des Stromkreises durch eine Elektrofachkraft.
  • Fachbetrieb zwingend: Bördeln der Kupferleitungen, Vakuumieren, Freigabe des Kältemittels, Inbetriebnahmeprotokoll.
  • Ausnahme: vorbefüllte Quick-Connect-Systeme mit selbstdichtenden Kupplungen, siehe Klimaanlage mit Quick Connect.
  • Rohrlänge: in der 5-kW-Klasse üblicherweise 15 bis 30 Meter maximal, ab etwa 7 bis 10 Metern ist Nachfüllen je Meter vorgesehen.
  • Höhendifferenz: zwischen Innen- und Außengerät meist auf 8 bis 15 Meter begrenzt.

Baurechtlich ist das Außengerät der kritische Punkt. Die TA Lärm setzt in allgemeinen Wohngebieten nachts einen Immissionsrichtwert von 40 dB(A) an, gemessen am Fenster des Nachbarn. Ein Außengerät dieser Klasse liegt bei 48 bis 56 dB(A) Schallleistung, was mit Abstand und Aufstellort meist beherrschbar ist, an einer engen Grundstücksgrenze aber nicht. Details zur Aufstellung stehen im Ratgeber zum Klimaanlagen-Außengerät.

Marken, Multisplit und was die Typenschilder verraten

Die Frage nach einer Mitsubishi Klimaanlage mit 3,5 kW taucht regelmäßig auf, und die Antwort ist unspektakulär: Die Nennleistung ist über EN 14511 genormt, also markenübergreifend vergleichbar. Ein 3,5-kW-Gerät von Mitsubishi Electric, Daikin, Panasonic oder LG liefert im Prüfpunkt dieselbe Kühlleistung. Unterschiede stecken woanders.

  • Minimale Teillast: Wie weit moduliert der Verdichter herunter? Ein Gerät, das von 5 kW auf 0,9 kW herunterfährt, taktet im Herbst nicht.
  • SEER und SCOP: zwei Zahlen, ein Datenblatt. SCOP zählt nur, wenn Sie tatsächlich heizen wollen.
  • Schallleistung innen und außen: getrennt angegeben, in dB(A), oft in mehreren Lüfterstufen.
  • Maximale Rohrlänge und Höhendifferenz: entscheidet, ob das Außengerät auf dem Dach oder nur an der Wand darunter sitzen darf.
  • Verfügbarkeit von Ersatzteilen: Platinen und Verdichter bestimmen die realistische Lebensdauer von 12 bis 18 Jahren.

Bei zwei zu kühlenden Räumen stellt sich die Grundsatzfrage: ein 5-kW-Gerät oder zwei kleinere an einem Multisplit-Außengerät. Rechnerisch spricht viel für die zweite Variante, weil jeder Raum seine eigene Solltemperatur bekommt und die Summe der Innengeräte am Außengerät bewusst überdimensioniert sein darf. Praktisch kostet sie mehr Rohrwege und mehr Montagezeit. Die Abwägung im Detail steht im Ratgeber zur Split-Klimaanlage.

Typische Fehler

1. Kilowatt als Stromverbrauch lesen

5 kW ist die Kühlleistung, nicht die Leistungsaufnahme. Wer beides verwechselt, überschätzt die Betriebskosten um den Faktor drei bis vier und entscheidet sich am Ende gegen ein Gerät, das im Jahr weniger Strom zieht als ein Wäschetrockner.

2. Sicherheitsaufschlag auf die Kühllast

Der gut gemeinte Zuschlag von 20 Prozent führt dazu, dass die Anlage die Solltemperatur in wenigen Minuten erreicht und dann abschaltet. In dieser kurzen Laufzeit entfeuchtet sie kaum. Das Ergebnis ist kühle, aber klamme Luft und ein SEER weit unter dem Datenblattwert.

3. Fläche statt Kühllast rechnen

Zwei Räume mit 55 Quadratmetern können sich in der Kühllast um den Faktor zwei unterscheiden. Fensterfläche, Ausrichtung, Verschattung, Dämmstandard und interne Lasten gehören in die Rechnung, die Grundfläche allein ist nur der Startwert.

4. Das Außengerät zuletzt planen

Aufstellort, Abstand zur Grundstücksgrenze, Schallausbreitung und Kondensatführung entscheiden darüber, ob die Anlage überhaupt genehmigungsfähig und nachbarschaftsverträglich ist. Diese Frage gehört an den Anfang der Planung, nicht ans Ende.

Vorteile und Nachteile

✓ Vorteile

  • 5 kW decken mit 40 bis 70 Quadratmetern den größten Teil deutscher Wohnzimmer und Wohnküchen ab
  • Inverter-Geräte dieser Klasse modulieren weit herunter und laufen dadurch lange im effizienten Teillastbereich
  • Bei SEER 7,0 liegt der Referenzverbrauch bei 250 kWh im Jahr, also rund 88 Euro bei 0,35 Euro je Kilowattstunde
  • Der Anschluss gelingt an einem normalen 230-Volt-Stromkreis mit 16 Ampere, kein Starkstrom nötig
  • Jedes Splitgerät heizt über den umgekehrten Kreislauf und ersetzt in der Übergangszeit eine elektrische Zusatzheizung

✕ Nachteile

  • Zu groß gewählt entfeuchtet die Anlage zu wenig und taktet, der reale SEER fällt unter den Datenblattwert
  • Der Kältekreis darf nur von einem Betrieb mit Sachkunde nach Verordnung (EU) 2015/2067 in Betrieb genommen werden
  • Das Außengerät bringt 48 bis 56 dB(A) Schallleistung mit und wird an engen Grundstücksgrenzen zum Problem
  • Eine Splitanlage kühlt nur den Raum mit Innengerät, offene Grundrisse brauchen ein zweites Gerät
  • R32 hat trotz Reduktion gegenüber R410A noch ein Treibhauspotenzial von 675, Rückgewinnung am Lebensende ist Pflicht

Fazit

🏆 Empfehlenswert bei passender Kühllast

5 kW Klimaanlage: die richtige Klasse für 40 bis 70 Quadratmeter

4.1/ 5

Für große Wohnzimmer und offene Wohnküchen ist die 5-kW-Klasse gut dimensioniert. Wer unter 45 Quadratmetern bleibt, fährt mit 3,5 kW effizienter, wer über 70 Quadratmeter kommt, sollte eher zwei Innengeräte als ein größeres Gerät planen.

Rechnen Sie zuerst die Kühllast Ihres Raums, nicht die Fläche. Prüfen Sie dann SEER, minimale Teillast und Schallleistung im Datenblatt und klären Sie den Aufstellort des Außengeräts, bevor Sie bestellen. Der Kältekreis gehört in jedem Fall in die Hände eines zertifizierten Fachbetriebs, sofern Sie kein vorbefülltes Quick-Connect-System wählen.

Weiterführende Links und Quellen

Häufige Fragen

Für wie viel Quadratmeter reicht eine 5 kW Klimaanlage?

Für rund 40 bis 70 Quadratmeter. Die Spanne entsteht durch die Kühllast: Im gut gedämmten Neubau mit kleinen Fenstern genügen etwa 60 Watt je Quadratmeter, dann trägt das Gerät gut 80 Quadratmeter. Unter einem ungedämmten Dach mit großen Südfenstern steigt die Last auf 120 Watt je Quadratmeter, dann bleiben noch etwa 40 Quadratmeter übrig. Rechnen Sie immer mit Ihrem eigenen Fall.

Wie viele BTU hat eine 5 kW Klimaanlage?

17.060 BTU pro Stunde, denn ein Kilowatt entspricht 3.412 BTU/h. Im Handel wird diese Klasse als 18.000 BTU angeboten, weil die Hersteller auf gerundete Stufen von 9.000, 12.000, 18.000 und 24.000 BTU normen. Eine 18.000-BTU-Anlage hat also nominal 5,3 kW, was in der Praxis derselben Klasse entspricht.

Wie viel Strom verbraucht eine 5 kW Klimaanlage?

Im Auslegungspunkt nimmt sie etwa 1,3 bis 1,6 Kilowatt elektrisch auf. Über das Jahr rechnet die Ecodesign-Verordnung mit 350 Kühlstunden: 5 kW mal 350 geteilt durch einen SEER von 7,0 ergibt 250 Kilowattstunden. Bei 35 Cent je Kilowattstunde sind das rund 88 Euro im Jahr. Wer deutlich mehr kühlt, skaliert die Stunden entsprechend hoch.

Was ist besser, eine Klimaanlage mit 3,5 kW oder mit 5 kW?

Bei Räumen bis etwa 45 Quadratmeter ist die 3,5-kW-Klasse die bessere Wahl. Ein Inverter arbeitet am effizientesten, wenn er im Teillastbereich moduliert und nicht ständig an der unteren Regelgrenze taktet. Eine zu große Anlage erreicht die Solltemperatur schnell, entfeuchtet dabei aber zu wenig und hinterlässt ein klammes Raumgefühl.

Wann brauche ich eine Klimaanlage mit 7 kW oder 10 kW?

Eine 7-kW-Klimaanlage passt zu offenen Wohnbereichen von etwa 70 bis 95 Quadratmetern, 10 kW zu Flächen ab rund 100 Quadratmetern oder zu Multisplit-Systemen mit drei bis fünf Innengeräten. Ab dieser Größe lohnt eine Kühllastberechnung nach VDI 2078 statt einer Faustformel, weil Personen, Technik und Sonneneintrag den Bedarf stark verschieben.

Reicht eine Klimaanlage mit 2 kW oder 2,5 kW für ein Schlafzimmer?

Ja, in den allermeisten Fällen. Eine Klimaanlage mit 2 kW deckt etwa 16 bis 25 Quadratmeter ab, eine mit 2,5 kW rund 20 bis 32 Quadratmeter. Für ein typisches Schlafzimmer mit 14 bis 18 Quadratmetern genügt die kleinste Stufe und bleibt im Nachtbetrieb leiser, weil das Innengerät nicht auf höchster Stufe laufen muss.

Was leistet eine Klimaanlage mit 6 kW mehr als eine mit 5 kW?

Rechnerisch etwa 20 Prozent mehr Kühlleistung, also grob 10 bis 15 Quadratmeter zusätzliche Fläche. Der Sprung lohnt sich nur, wenn die Kühllastrechnung ihn hergibt. Innerhalb einer Baureihe teilen sich 5 kW und 6 kW oft dasselbe Gehäuse, sodass Gewicht, Schallleistung und Rohrlängenbegrenzung nahezu identisch bleiben.

Ist eine Mitsubishi Klimaanlage mit 3,5 kW anders dimensioniert als andere Marken?

Nein. Die Nennkühlleistung ist nach EN 14511 bei 35 Grad Außen- und 27 Grad Innentemperatur definiert und damit markenunabhängig vergleichbar. Unterschiede zeigen sich bei SEER, Schallleistungspegel, minimaler Teillast und maximaler Rohrlänge. Vergleichen Sie diese vier Werte im Datenblatt statt der Markenbezeichnung.

Darf ich eine 5 kW Splitanlage selbst montieren?

Den Kältemittelkreislauf nicht. Wer an Kältemittel führenden Teilen arbeitet, braucht einen Sachkundenachweis nach Verordnung (EU) 2015/2067. Erlaubt bleiben Vorarbeiten wie Wanddurchbruch, Konsole und Kabelweg. Vorbefüllte Quick-Connect-Systeme mit dichten Kupplungen sind die einzige Bauart, die Laien vollständig selbst anschließen dürfen.

Kann eine 5 kW Klimaanlage auch heizen?

Ja, jedes Inverter-Splitgerät ist eine Luft-Luft-Wärmepumpe und kehrt den Kreislauf per Vierwegeventil um. Die Heizleistung liegt meist leicht über der Kühlleistung, fällt bei tiefen Außentemperaturen aber ab. Als alleinige Heizung taugt sie nur in gut gedämmten Gebäuden, weil sie weder Warmwasser bereitet noch Räume ohne Innengerät erreicht.

Redaktion WattRatgeber Kaufberatung Haus-Energie

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