INFRAROTHEIZUNG

Infrarotheizung Standgerät: Leistung, Kosten und Kaufberatung

Infrarotheizung als freistehendes Standgerät in einem Wohnraum
Das Standgerät ist eine Infrarotheizung ohne Bohrung, mit allen Vor- und Nachteilen, Foto: Pexels

Eine Infrarotheizung Standgerät ist der Kompromiss für alle, die die Strahlungswärme wollen, aber nicht bohren dürfen oder wollen. Statt an der Wand zu hängen, steht das Panel auf einem Standfuß, oft mit Rollen, und wird einfach eingesteckt. Damit ist sie in der Mietwohnung ohne jede Genehmigung nutzbar, denn ein Standgerät ist keine bauliche Veränderung.

Dieser Ratgeber beantwortet die Fragen, die vor dem Kauf zählen: wie viel Watt Sie für Ihre Quadratmeter brauchen, was der Betrieb tatsächlich kostet, worin sich Standgeräte technisch von Wandpanelen und Heizlüftern unterscheiden, und welche Sicherheitsmerkmale Pflicht sind. Dazu eine ehrliche Einordnung, wann sich der Kauf lohnt und wann nicht.

Wie funktioniert ein Infrarot-Standgerät?

Eine Infrarotheizung Standgerät ist technisch dasselbe Panel wie die Wandvariante, nur mit Standfuß statt Wandhalterung. Im Inneren sitzt ein Heizleiter aus Carbon oder eine Widerstandsfolie hinter einer Frontplatte aus Glas, Metall oder Keramik. Diese Front heizt sich auf 85 bis 110 °C auf und gibt langwellige Infrarotstrahlung ab, überwiegend im Bereich IR-C.

Der entscheidende Unterschied zu jeder Konvektionsheizung: Die Strahlung erwärmt nicht die Luft, sondern die Flächen, auf die sie trifft. Wände, Boden, Möbel und Ihre Haut nehmen die Energie auf und geben sie langsam wieder ab. Das Ergebnis ist eine Wärmeempfindung, die bei gleicher Lufttemperatur um 1 bis 2 Grad höher liegt als bei einem Heizlüfter, weil die Strahlungstemperatur der Umgebung steigt.

Der Standfuß ändert an dieser Physik nichts, aber an drei praktischen Punkten: Das Gerät ist mobil, es braucht keine Bohrung, und es strahlt in der Regel nur nach einer Seite ab, was den Wirkbereich einschränkt. Wandpanele über dem Sofa oder an der Decke haben eine bessere Abstrahlgeometrie.

Datenschutz-Hinweis: Erst mit einem Klick wird das Video geladen. Dabei werden Daten an YouTube (Google) übertragen. Details in der Datenschutzerklärung. , Externes Video, wird erst per Klick geladen

Wie viel Watt pro m²?

Die Leistung richtet sich nach der Raumgröße und dem Dämmstandard, nicht nach dem Gefühl. Die Faustwerte gelten für eine Raumhöhe von 2,5 m.

GebäudezustandSpezifischer BedarfRaum 12 m²Raum 20 m²Raum 30 m²
Neubau, KfW-Standard50–60 W/m²600–720 W1.000–1.200 W1.500–1.800 W
Saniertes Haus60–100 W/m²720–1.200 W1.200–2.000 W1.800–3.000 W
Teilsanierter Altbau100–120 W/m²1.200–1.440 W2.000–2.400 W3.000–3.600 W
Unsanierter Altbau120–130 W/m²1.440–1.560 W2.400–2.600 W3.600–3.900 W

Jetzt die unbequeme Konsequenz: Standgeräte werden meist mit 600, 800, 900 oder 1.200 W angeboten. Ein 20 m² Wohnzimmer im sanierten Altbau bräuchte aber 2.000 W, also zwei Geräte. Wer stattdessen ein einzelnes 900-W-Gerät kauft und damit den ganzen Raum beheizen will, wird enttäuscht: Es wärmt den Sitzplatz davor, nicht das Zimmer.

Genau das ist aber oft völlig ausreichend, denn Standgeräte werden meistens punktuell eingesetzt: am Schreibtisch, neben dem Sessel, im Bad am Morgen. Für diese Aufgabe reichen 600 bis 900 W.

Wirkungsgrad: die 100-Prozent-Falle

Werbeaussagen wie „Wirkungsgrad nahezu 100 %“ stimmen und sagen trotzdem nichts aus. Jede Elektroheizung wandelt praktisch die gesamte aufgenommene elektrische Energie in Wärme um: der Heizlüfter, der Radiator, das Infrarotpanel, sogar der Wasserkocher. 1 kWh Strom ergibt 1 kWh Wärme. Das ist die physikalische Untergrenze, kein Verkaufsargument.

Der einzige Weg, aus 1 kWh Strom mehr als 1 kWh Wärme zu machen, ist die Wärmepumpe: Sie holt Umweltwärme dazu und kommt mit einer Jahresarbeitszahl von 3,5 bis 4,0 auf 3,5 bis 4,0 kWh Wärme je kWh Strom. Deshalb ist der Kostenvergleich so eindeutig, wie er weiter unten ausfällt.

Was die Infrarotheizung wirklich auszeichnet, ist etwas anderes: die Wärmeverteilung. Sie heizt keine Luftsäule, die unter der Decke stehen bleibt, sondern Flächen. Der Temperaturunterschied zwischen Fußboden und Decke fällt geringer aus, und die empfundene Temperatur liegt über der gemessenen Lufttemperatur. Beides ist ein echter Komfortgewinn, aber eben kein Effizienzgewinn.

Stromkosten im Rechenbeispiel

Die Rechnung ist erfreulich simpel: Leistung in kW mal Betriebsstunden mal Strompreis.

Leistung2 h täglich4 h täglich8 h täglichHeizsaison (180 Tage, 4 h)
600 W0,42 €0,84 €1,68 €ca. 151 €
900 W0,63 €1,26 €2,52 €ca. 227 €
1.200 W0,84 €1,68 €3,36 €ca. 302 €
2 × 900 W1,26 €2,52 €5,04 €ca. 454 €

Gerechnet mit 0,35 €/kWh. Wichtig: Das sind Zahlen für den Dauerbetrieb. Mit einem Thermostat läuft das Gerät nur, solange die Solltemperatur nicht erreicht ist, typischerweise 50 bis 70 % der Zeit. Rechnen Sie also realistisch mit 60 bis 70 % der obigen Werte.

WärmeerzeugerKosten je kWh WärmeGrundlage
Infrarot-Standgerätca. 0,35 €Haushaltsstrom, Wirkungsgrad 1,0
Elektroheizung mit Schamottekernca. 0,35 €identisch, nur zeitversetzt abgegeben
Gasheizungca. 0,13 €0,12 €/kWh Gas, Nutzungsgrad 0,92
Wärmepumpe, JAZ 3,8ca. 0,09 €Wärmepumpentarif 0,26 €/kWh
Infrarot mit eigenem Solarstromca. 0,10 €Gestehungskosten der PV-Anlage

Die letzte Zeile ist der interessante Fall: Wer eine Solaranlage auf dem Dach hat, heizt in der Übergangszeit mit Eigenstrom fast so günstig wie mit einer Wärmepumpe. Im Dezember und Januar hilft das allerdings kaum, weil dann der Ertrag am niedrigsten und der Bedarf am höchsten ist.

Standgerät, Wandpanel oder Heizlüfter?

KriteriumInfrarot-StandgerätInfrarot-WandpanelHeizlüfter
Montagekeine, nur aufstellenBohrung nötigkeine
WärmeformStrahlung, einseitigStrahlung, optimal platziertKonvektion
Wärme spürbar nach1–2 Minuten (direkt)1–2 Minuten (direkt)sofort
Raum durchgewärmt nach30–60 Minuten30–60 Minuten10–20 Minuten (nur Luft)
Geräuschlautloslautlos40–55 dB(A), Ventilator
Staubaufwirbelungkeinekeinedeutlich
Typische Leistung600–1.200 W300–1.200 W1.000–2.000 W
Kosten je kWh Wärmeca. 0,35 €ca. 0,35 €ca. 0,35 €

Kurz gefasst: Alle drei kosten im Betrieb gleich viel, weil alle drei Strom eins zu eins in Wärme umwandeln. Sie unterscheiden sich in Komfort, Geräusch und Wirkung. Wer eine Bohrung setzen darf, fährt mit einem Wandpanel besser, weil es günstiger platziert und meist größer ist. Details dazu stehen im Beitrag zur Infrarotheizung mit Beleuchtung. Wer schnelle Wärme für zehn Minuten braucht, ist mit einem Heizlüfter besser bedient. Wer Wärme speichern will, sieht sich die Elektroheizung mit Schamottekern an.

Infrarot-Heizpanel in einem Wohnraum
Dasselbe Panel, andere Halterung: Der Standfuß macht aus dem Wandgerät ein mobiles Gerät, Foto: Pexels

Kaufkriterien: worauf es ankommt

  • Leistung passend zum Zweck: 600 bis 900 W für die punktuelle Wärme am Sitzplatz, 1.200 W aufwärts, wenn ein kleiner Raum durchgewärmt werden soll.
  • Standfuß und Standfestigkeit: Breite Basis, tiefer Schwerpunkt, sicherer Stand auf Teppich. Rollen sind praktisch, aber nur mit Feststeller.
  • Frontmaterial: Glas sieht gut aus und ist leicht zu reinigen, Metall ist robuster, Keramik speichert am besten und gibt die Wärme länger ab.
  • Oberflächentemperatur: 85 bis 110 °C sind normal. In Haushalten mit Kindern oder Tieren wählen Sie ein Modell mit Schutzgitter.
  • Kabellänge: 1,8 m sind Standard, oft zu wenig. Mehrfachsteckdosen sind bei 900 W Dauerlast keine gute Idee.
  • Thermostat: integriert oder extern, Hysterese unter 0,5 K, am besten mit Wochenprogramm.
  • Gewicht: 8 bis 18 kg. Leichte Geräte kippen leichter, schwere lassen sich schlechter umstellen.

Hinweis: Wir nennen bewusst keine Modellnummern. Welche Leistung Sie brauchen, ergibt sich aus Raumgröße und Dämmstandard, nicht aus der Produktbeschreibung.

Sicherheit: Kippschutz und Überhitzungsschutz

Ein Standgerät steht frei im Raum, wird angestoßen, von Kindern umgeworfen und von Katzen bekletter. Deshalb gelten hier strengere Anforderungen als beim Wandpanel:

  1. Kippschalter: Ein mechanischer oder elektronischer Neigungsschalter trennt die Stromzufuhr, sobald das Gerät aus der Senkrechten kippt. Ohne dieses Merkmal kaufen Sie nicht.
  2. Überhitzungsschutz: Eine Thermosicherung schaltet ab, wenn die Front abgedeckt ist und die Temperatur über den Grenzwert steigt. Decken Sie ein Panel niemals mit Wäsche ab.
  3. Mindestabstände: 30 bis 50 cm zu Vorhängen, Möbeln und Textilien, 60 bis 100 cm zur Person.
  4. Feuchtraumtauglichkeit: Für das Bad brauchen Sie mindestens IP24. Standardgeräte mit IP20 gehören nicht in Spritzwasserbereiche.
  5. Direktanschluss: Stecken Sie das Gerät in eine Wandsteckdose, nicht in eine Steckdosenleiste. Bei 900 bis 1.200 W Dauerlast erwärmen sich billige Leisten spürbar.

Thermostat und Steuerung

Ein Infrarotpanel ohne Thermostat läuft, bis Sie es ausschalten. Das ist der teuerste Betriebsmodus, den es gibt. Drei Varianten stehen zur Wahl:

Integriertes Thermostat

Bequem, aber oft ungenau: Der Sensor sitzt am Gerät selbst und misst dort die aufsteigende warme Luft, nicht die Raumtemperatur. Die Folge ist eine zu frühe Abschaltung. Prüfen Sie im Datenblatt, ob ein externer Fühler anschließbar ist.

Steckdosenthermostat

Die beste Lösung für 20 bis 40 €: Das Thermostat wird zwischen Steckdose und Gerät gesteckt, misst die Raumtemperatur an seinem Standort und schaltet das Panel entsprechend. Wichtig ist eine Hysterese unter 0,5 K, sonst schwankt die Temperatur spürbar. Mit Wochenprogramm sparen Sie 15 bis 25 % gegenüber dem Dauerbetrieb.

Smart-Home-Steckdose

Eine schaltbare WLAN-Steckdose mit Verbrauchsmessung erlaubt Zeitpläne und zeigt Ihnen zugleich, was das Gerät wirklich zieht. Wer es genau wissen will, misst mit einem Strommessgerät nach: Die Nennleistung auf dem Typenschild und der tatsächliche Verbrauch weichen bei Billiggeräten um 5 bis 10 % voneinander ab.

Wo kaufen: Baumarkt, Elektronikmarkt, Onlinehandel

Die Bezugsquellen unterscheiden sich vor allem in der Sortimentsbreite, weniger im Preis.

Infrarotheizung Standgerät Obi und andere Baumärkte

Wer eine Infrarotheizung Standgerät Obi oder in einem anderen Baumarkt sucht, findet dort meist zwei bis drei Modelle im Regal, oft in der 600- bis 900-W-Klasse. Der Vorteil ist handfest: Sie können die Standfestigkeit des Fußes vor Ort testen, das Gewicht prüfen und den Kippschutz ausprobieren. Der Nachteil ist die schmale Auswahl bei Thermostat- und Leistungsvarianten.

Infrarotheizung Standgerät Media Markt und Elektronikfachhandel

Bei der Suche nach Infrarotheizung Standgerät Media Markt stoßen Sie eher auf Kombigeräte, die neben Infrarot auch eine Konvektionsstufe oder eine Lüfterfunktion mitbringen. Prüfen Sie in diesem Fall genau, welche Betriebsart Sie tatsächlich nutzen: Ein Gerät, das im Alltag im Lüfterbetrieb läuft, ist ein Heizlüfter mit Infrarot-Aufdruck, kein Strahlungspanel.

Marken und Onlinehandel

Im Onlinehandel ist die Auswahl am größten. Marken wie Könighaus Infrarotheizung Standgerät werden häufig gesucht, weil der Hersteller Panele in vielen Leistungsstufen und mit passenden Standfüßen anbietet. Achten Sie unabhängig von der Marke auf drei Datenblattangaben: Nennleistung in Watt, Oberflächentemperatur in °C und die Abstrahlfläche in m². Diese drei Zahlen bestimmen die Wirkung, nicht der Markenname.

Test und Testsieger: was die Vergleiche messen

Wer nach Infrarotheizung Standgerät Testsieger sucht, findet fast ausschließlich Ranglisten aus Herstellerangaben, keine Labormessungen. Das liegt daran, dass Infrarotheizungen kaum unabhängig geprüft werden: Es gibt keine gesetzliche Effizienzkennzeichnung wie bei Kühlschränken, weil der Wirkungsgrad bei allen Geräten praktisch 100 % beträgt und damit nichts zu unterscheiden wäre.

Ein aussagekräftiger Infrarotheizung Standgerät Test müsste deshalb andere Größen messen:

  • Strahlungsanteil: Wie viel der abgegebenen Wärme ist tatsächlich Strahlung, wie viel Konvektion? Gute Panele erreichen 50 bis 60 % Strahlungsanteil.
  • Oberflächentemperatur und ihre Gleichmäßigkeit über die Frontfläche
  • Aufheizzeit bis zur stabilen Oberflächentemperatur, üblich sind 5 bis 15 Minuten
  • Thermostatgenauigkeit: Hysterese in Kelvin und Abweichung von der Solltemperatur
  • Standfestigkeit: Kippwinkel und Auslösung des Kippschalters

Wir veröffentlichen bewusst keine eigenen Messwerte und keine erfundenen Testsieger. Unsere Bewertungen sind redaktionelle Einordnungen der Datenblätter und der physikalischen Grundlagen, keine Laborergebnisse.

Sinnvolle Einsatzorte

EinsatzortEmpfohlene LeistungBewertung
Homeoffice, Schreibtisch600–900 Wsehr sinnvoll, punktuelle Wärme ohne Geräusch
Bad am Morgen (IP24)600–1.000 Wsinnvoll, kurze Laufzeit, hoher Komfortgewinn
Wintergarten, Übergangszeit1.200 W je Sitzbereichsinnvoll, ersetzt keine Grundheizung
Gästezimmer, selten genutzt800–1.200 Wsinnvoll, weil keine Grundheizung nötig ist
Wohnzimmer als Hauptheizung2.000–2.600 Wnicht sinnvoll, drei- bis viermal teurer als eine Wärmepumpe
Schlecht gedämmter Altbau, dauerhaftüber 3.000 Wnicht sinnvoll, Stromkosten laufen aus dem Ruder

Vorteile und Nachteile

✓ Vorteile

  • Keine Montage, keine Bohrung: in der Mietwohnung ohne Zustimmung des Vermieters nutzbar
  • Vollständig lautlos, kein Ventilator, keine Staubaufwirbelung
  • Strahlungswärme ist sofort spürbar und wirkt bei gleicher Lufttemperatur wärmer
  • Mobil einsetzbar: heute im Homeoffice, morgen im Bad
  • Anschaffungskosten von 100 bis 300 € liegen deutlich unter jeder wassergeführten Lösung
  • Mit eigenem Solarstrom sinken die Wärmekosten auf rund 0,10 € je kWh

✕ Nachteile

  • Wärmekosten von rund 0,35 € je kWh, das ist drei- bis viermal so viel wie bei einer Wärmepumpe
  • Typische 600 bis 1.200 W reichen nicht, um einen 20 m² Raum im Altbau zu beheizen
  • Einseitige Abstrahlung: Der Wirkbereich ist kleiner als beim gut platzierten Wandpanel
  • Oberflächentemperaturen von 85 bis 110 °C sind eine Verbrennungsgefahr für Kinder und Tiere
  • Kippgefahr im freien Stand, ein Kippschalter ist zwingend nötig
  • Ohne Thermostat läuft das Gerät im Dauerbetrieb und wird schnell teuer

Fazit

🏆 Empfehlenswert als Zusatzheizung

Infrarotheizung Standgerät: die richtige Zusatzheizung, die falsche Hauptheizung

4.0/ 5

Als mobile Zusatzwärme am Schreibtisch, im Bad oder im Gästezimmer ist das Standgerät exzellent: lautlos, sofort spürbar, ohne Montage. Als alleinige Raumheizung ist es mit rund 0,35 € je kWh Wärme schlicht zu teuer.

Kaufen Sie nach Zweck, nicht nach Wattzahl: 600 bis 900 W für den Sitzplatz, 60 bis 100 W je m² für einen ganzen Raum. Verlangen Sie Kippschutz und Überhitzungsschutz, stecken Sie das Gerät direkt in die Wandsteckdose und ergänzen Sie ein Steckdosenthermostat mit Wochenprogramm. Damit senken Sie den Verbrauch um 15 bis 25 % und haben genau die Wärme, für die Sie bezahlt haben.

Weiterführende Links und Quellen

Häufige Fragen

Wie viel Watt braucht eine Infrarotheizung als Standgerät?

Rechnen Sie mit 60 bis 100 W je m² in gut gedämmten Räumen und 100 bis 130 W je m² im unsanierten Altbau. Ein Wohnzimmer mit 20 m² braucht demnach 1.200 bis 2.600 W, was in der Praxis zwei Geräte bedeutet, weil Standgeräte selten über 1.200 W liefern. Für punktuelle Wärme am Schreibtisch oder Sofa genügen dagegen 600 bis 900 W.

Was kostet der Betrieb einer Infrarotheizung im Standgerät?

Multiplizieren Sie Leistung mal Betriebsstunden mal Strompreis. Ein 900-W-Gerät bei 4 Stunden täglich und 0,35 €/kWh kostet 1,26 € am Tag, rund 38 € im Monat und etwa 150 € in einer sechsmonatigen Heizsaison. Mit einem Thermostat, das das Gerät nur 60 % der Zeit laufen lässt, sinkt der Wert auf rund 90 €.

Ist eine Infrarotheizung effizienter als ein Heizlüfter?

Elektrisch nicht: Beide wandeln nahezu 100 % des Stroms in Wärme. Der Unterschied liegt in der Wärmeform. Die Infrarotheizung erzeugt Strahlungswärme, die Flächen und Körper direkt erwärmt, der Heizlüfter erwärmt die Luft, die sofort nach oben steigt. Bei gleicher Lufttemperatur empfinden Sie die Infrarotwärme als angenehmer, deshalb können Sie die Solltemperatur um 1 bis 2 Grad senken.

Kann ein Standgerät einen Raum dauerhaft beheizen?

Technisch ja, wirtschaftlich selten. Bei 0,35 €/kWh Haushaltsstrom kostet eine Kilowattstunde Wärme aus dem Infrarotpanel 0,35 €. Eine Wärmepumpe mit einer Jahresarbeitszahl von 3,8 liefert dieselbe Kilowattstunde für rund 0,09 €. Als alleinige Raumheizung ist das Standgerät damit drei- bis viermal teurer, als Zusatz- und Übergangsheizung dagegen sinnvoll.

Welche Sicherheitsmerkmale muss ein Standgerät haben?

Drei Dinge sind Pflicht: ein Kippschalter, der das Gerät beim Umfallen sofort abschaltet, ein Überhitzungsschutz mit Thermosicherung, und eine ausreichend standfeste Basis. Achten Sie zusätzlich auf die Oberflächentemperatur: Glas- und Metallpaneele erreichen 85 bis 110 °C, in Haushalten mit kleinen Kindern sollten Sie ein Modell mit Schutzgitter oder niedrigerer Oberflächentemperatur wählen.

Gibt es Infrarotheizungen als Standgerät im Baumarkt?

Ja, das Sortiment ist dort aber schmal und meist auf zwei bis drei Modelle beschränkt. Der Vorteil ist, dass Sie das Gerät ansehen, das Gewicht prüfen und die Standfestigkeit des Fußes testen können. Der Nachteil ist die geringe Auswahl bei Leistungsstufen und Thermostatfunktionen.

Wie lange dauert es, bis die Wärme spürbar ist?

Die Strahlung selbst ist sofort spürbar, sobald Sie im Wirkbereich sitzen, also innerhalb von ein bis zwei Minuten. Bis Wände, Boden und Möbel die Wärme aufgenommen haben und den Raum zurückstrahlen, vergehen dagegen 30 bis 60 Minuten. Deshalb ist ein Zeitprogramm sinnvoll, das die Heizung eine halbe Stunde vor der Nutzung startet.

Wie weit muss der Abstand zur Person sein?

Halten Sie mindestens 60 bis 100 cm Abstand zur Strahlungsfläche. Der Wirkbereich eines 900-W-Panels reicht etwa 2 bis 3 m weit, danach fällt die Strahlungsintensität mit dem Quadrat der Entfernung ab. Zu Möbeln, Vorhängen und Textilien halten Sie den vom Hersteller angegebenen Mindestabstand ein, üblich sind 30 bis 50 cm.

Braucht ein Standgerät einen eigenen Stromkreis?

Bis 2.000 W nicht, das trägt jede normale Schuko-Steckdose mit 16 A Absicherung. Vermeiden Sie aber Mehrfachsteckdosen und Verlängerungskabel mit dünnem Querschnitt: Bei 900 bis 1.200 W Dauerlast erwärmen sich billige Leisten spürbar. Stecken Sie das Gerät direkt in die Wandsteckdose.

Redaktion WattRatgeber Kaufberatung Haus-Energie

Wir vergleichen Haus-Energie-Produkte anhand von Herstellerdaten, Normen und unabhängigen Tests (Stiftung Warentest, Öko-Test), herstellerunabhängig und transparent.

Zuletzt aktualisiert: . So testen wir