WÄRMEPUMPE

Wärmepumpe 12 kW: für wie viel m², Kosten und Leistungsvergleich

Außeneinheit einer Luft-Wasser-Wärmepumpe vor einer Hauswand
Die Leistungsklasse folgt der berechneten Heizlast, nicht der Wohnfläche, Foto: Pexels

Die Wärmepumpe 12 kW ist die Klasse über dem Standard-Einfamilienhaus: Sie kommt zum Einsatz, wenn das Haus größer, älter oder schwächer gedämmt ist und die berechnete Heizlast über 10 kW liegt. Die entscheidende Frage lautet dabei nie „welche Größe ist üblich“, sondern „wie viel kW braucht eine Wärmepumpe in genau diesem Gebäude“.

Dieser Ratgeber beantwortet, für wie viel m² eine 12 kW Wärmepumpe reicht, wie Sie die nötige Leistung sauber ermitteln, wie viel kW eine Wärmepumpe im Betrieb verbraucht und wie sich alle Leistungsklassen von 2 kW bis 100 kW einordnen lassen. Dazu Preise, Komplettsets und die typischen Auslegungsfehler.

12 kW Wärmepumpe für wie viel m²?

Die häufigste Frage zur Wärmepumpe 12 kW lautet: „12 kW Wärmepumpe für wieviel m2 reicht das?“ Die ehrliche Antwort ist eine Spanne, weil die Fläche allein nichts aussagt. Als Orientierung deckt eine 12 kW Wärmepumpe rund 160 bis 240 m² beheizte Fläche ab. Der Unterschied entsteht durch den Dämmstandard:

GebäudezustandSpezifische HeizlastFläche bei 12 kW
Unsanierter Altbau90–120 W/m²ca. 100–130 m²
Teilsanierter Altbau60–75 W/m²ca. 160–200 m²
Saniertes Haus50–60 W/m²ca. 200–240 m²
Neubau / Effizienzhaus30–40 W/m²ca. 300–400 m² (12 kW wäre überdimensioniert)

Die letzte Zeile zeigt das Problem deutlich: Im Neubau ist eine 12 kW Wärmepumpe fast immer zu groß. Wer sie dort trotzdem einbaut, bekommt keine Sicherheitsreserve, sondern ein Gerät, das in der Übergangszeit ständig ein- und ausschaltet.

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Wie viel kW braucht eine Wärmepumpe?

Die Frage „wieviel kw braucht eine wärmepumpe“ beantwortet nur die Heizlastberechnung nach DIN EN 12831. Sie ermittelt raumweise, welche Leistung Ihr Gebäude am kältesten Auslegungstag benötigt, unter Berücksichtigung von Bauteilen, Fensterflächen, Lüftungswärmeverlusten und der örtlichen Norm-Außentemperatur (in Deutschland je nach Region minus 10 bis minus 16 °C).

Zur groben Vorabschätzung genügt die Formel:

  • Heizlast (kW) = beheizte Fläche (m²) × spezifische Heizlast (W/m²) ÷ 1.000
  • Beispiel: 180 m² teilsanierter Altbau mit 68 W/m² ergibt 12,2 kW, also genau die 12 kW Klasse.
  • Beispiel: 150 m² Neubau mit 35 W/m² ergibt 5,3 kW, also eine 5 kW Wärmepumpe oder 6 kW Wärmepumpe.

Zusätzlich kommt der Warmwasserbedarf hinzu, üblich sind 0,2 bis 0,3 kW pro Person als Aufschlag, sofern kein separater Speicher mit Zeitprogramm entkoppelt. Wer die Grundlagen der Dimensionierung vertiefen will, findet sie ausführlich in unserem Ratgeber zur 10 kW Wärmepumpe.

Leistungstabelle: von 2 kW bis 100 kW Wärmepumpe

Die folgende Tabelle ordnet jede gängige Leistungsklasse einem typischen Einsatzfall zu. Die Flächenangaben gehen von einem mittleren Dämmstandard mit 60 W/m² aus und sind bewusst als Spanne formuliert.

LeistungsklasseTypische Fläche (60 W/m²)Typischer Einsatz
2 kW Wärmepumpeca. 30–40 m²Ferienhaus, Anbau, Passivhaus-Wohnung
3 kW Wärmepumpeca. 50–60 m²kleine Wohnung, Passivhaus
4 kW Wärmepumpeca. 65–80 m²Neubau-Reihenhaus, kleines Effizienzhaus
5 kW Wärmepumpeca. 85–100 m²Neubau bis 140 m² mit Fußbodenheizung
6 kW Wärmepumpeca. 100–120 m²Effizienzhaus, kleines Einfamilienhaus
7 kW Wärmepumpeca. 115–140 m²saniertes Reihen- oder Doppelhaus
8 kW Wärmepumpeca. 130–160 m²saniertes Einfamilienhaus
9 kW Wärmepumpeca. 150–175 m²Einfamilienhaus, Standarddämmung
10 kW Wärmepumpeca. 165–195 m²freistehendes Einfamilienhaus
11 kW Wärmepumpeca. 180–210 m²größeres Einfamilienhaus
12 kW Wärmepumpeca. 200–230 m²großes oder teilsaniertes Einfamilienhaus
13 kW Wärmepumpeca. 215–245 m²Altbau mit Heizkörpern
14 kW Wärmepumpeca. 230–265 m²großes Haus, hohe Vorlauftemperatur
15 kW Wärmepumpeca. 250–285 m²Zweifamilienhaus, Altbau
16 kW Wärmepumpeca. 265–300 m²Zweifamilienhaus, unsanierter Altbau
17 kW Wärmepumpeca. 280–320 m²großes Zweifamilienhaus
18 kW Wärmepumpeca. 300–340 m²Zweifamilienhaus mit hohem Bedarf
20 kW Wärmepumpeca. 330–380 m²kleines Mehrfamilienhaus
22 kW Wärmepumpeca. 360–420 m²Mehrfamilienhaus, 3 bis 4 Parteien
24 kW Wärmepumpeca. 400–450 m²Mehrfamilienhaus
25 kW Wärmepumpeca. 420–470 m²Mehrfamilienhaus, oft als Kaskade
30 kW Wärmepumpeca. 500–560 m²Mehrfamilienhaus, Gewerbeeinheit
35 kW Wärmepumpeca. 580–650 m²Gewerbe, Kaskade aus 2 Geräten
40 kW Wärmepumpeca. 650–750 m²Gewerbe, größeres Mehrfamilienhaus
50 kW Wärmepumpeca. 830–950 m²Gewerbeobjekt, Kaskade
60 kW Wärmepumpeca. 1.000–1.150 m²Gewerbe, Quartierslösung
100 kW Wärmepumpeca. 1.600–1.900 m²Industrie, Nahwärme, immer Kaskade
Monoblock-Wärmepumpe neben einem Wohnhaus aufgestellt
Monoblock-Geräte sind bei 8 kW bis 16 kW die verbreitetste Bauform, Foto: Pexels

Kleine Klassen: 2 kW bis 9 kW Wärmepumpe

Die Wärmepumpe 2 kW und Wärmepumpe 3 kW sind Nischenprodukte für Passivhäuser, Anbauten und kleine Wohnungen. Ab der 4 kW Wärmepumpe beginnt der Wohnhausbereich: Eine Wärmepumpe 4 kW genügt für kleine Neubauten mit Fußbodenheizung. Die 5 kW Wärmepumpe und die 6 kW Wärmepumpe sind die Standardklassen im modernen Effizienzhaus.

Häuser mit normaler Sanierung landen meist bei der 7 kW Wärmepumpe, der 8 kW Wärmepumpe oder der 9 kW Wärmepumpe. Bei diesen Größen ist der Modulationsbereich entscheidend: Ein Gerät, das von 12 kW bis herab auf 3 kW moduliert, deckt die Übergangszeit sauber ab, ein reines Ein-Aus-Gerät nicht.

Mittlere Klassen: 11 kW bis 18 kW Wärmepumpe

Hier liegt die Wärmepumpe 12 kW als Herzstück. Die 11 kW Wärmepumpe und die 13 kW Wärmepumpe sind Zwischenschritte, die viele Hersteller nur als Softwareabstufung derselben Hardware anbieten. Für Altbauten mit Heizkörpern greift man häufig zur 14 kW Wärmepumpe oder 16 kW Wärmepumpe, weil die höhere Vorlauftemperatur von 50 bis 55 °C die verfügbare Heizleistung reduziert.

Das ist der wichtigste Punkt beim Datenblatt-Vergleich: Ein Gerät mit 16 kW bei A2/W35 liefert bei A-7/W55 oft nur noch 10 bis 11 kW. Die Wärmepumpe 15 kW, die Wärmepumpe 17 kW und die Wärmepumpe 18 kW sind daher in vielen Fällen nicht „größer“, sondern schlicht bei realistischeren Betriebspunkten ausgelegt. Vergleichen Sie immer denselben Punkt.

Große Klassen: 20 kW bis 100 kW Wärmepumpe

Ab der 20 kW Wärmepumpe verlassen wir das klassische Einfamilienhaus. Eine Wärmepumpe 22 kW oder Wärmepumpe 24 kW versorgt ein kleines Mehrfamilienhaus, eine 25 kW Wärmepumpe drei bis fünf Wohneinheiten. Bei einer 30 kW Wärmepumpe und darüber wird fast immer kaskadiert: Zwei oder drei kleinere Geräte laufen parallel und schalten sich bedarfsabhängig zu.

Der Grund ist die Teillast. Ein einzelnes Gerät mit 40 kW Wärmepumpe Leistung kann selten unter 12 kW herunter modulieren und taktet dann im Frühjahr massiv. Zwei Geräte mit je 20 kW erreichen zusammen dieselbe Spitzenleistung, aber eine viel niedrigere Mindestleistung. Dasselbe gilt für die 35 kW Wärmepumpe, die 50 kW Wärmepumpe, die 60 kW Wärmepumpe und die 100 kW Wärmepumpe im Gewerbe- und Quartiersbereich. Diese Projekte gehören in die Hand eines Fachplaners, nicht in ein Online-Set.

Wärmepumpe nach Leistungsklasse: von 6 kW bis 100 kW

Die folgenden Abschnitte ordnen jede einzelne Leistungsklasse einem konkreten Gebäudetyp zu. Als Bezugsgröße dient immer die berechnete Heizlast nach DIN EN 12831, die Flächenangaben gelten für einen mittleren Dämmstandard von rund 60 W/m² und verschieben sich nach oben oder unten, sobald der Dämmstandard abweicht. Prüfen Sie zu jeder Klasse auch, wo sie zu groß wird, denn Überdimensionierung ist teurer als eine knapp bemessene Anlage mit Heizstab für wenige Frosttage.

Wärmepumpe 6 kW

Eine Wärmepumpe mit 6 kW passt zu Neubauten und Effizienzhäusern mit einer Heizlast um 5,5 bis 6,5 kW, also etwa 100 bis 120 m² mit Fußbodenheizung. In einem teilsanierten Altbau derselben Fläche ist sie dagegen deutlich zu klein, dort läuft der Heizstab dauerhaft mit und die Jahresarbeitszahl bricht ein.

Wärmepumpe 7 kW

Die Wärmepumpe 7 kW ist die meistverkaufte Klasse im Neubau und im gut sanierten Reihen- oder Doppelhaus mit 115 bis 140 m². Sie deckt Heizlast und Warmwasser komfortabel ab, solange die Vorlauftemperatur unter 40 °C bleibt. Bei Bestandsheizkörpern mit 55 °C Vorlauf liefert dasselbe Gerät nur noch rund 5 kW, dann reicht die Klasse nicht mehr.

Wärmepumpe 8 kW

Eine Wärmepumpe 8 kW ist der Standard im sanierten Einfamilienhaus mit 130 bis 160 m² und einer Heizlast zwischen 7 und 8,5 kW. Sie ist der beste Kompromiss, wenn Fußbodenheizung und einzelne Heizkörper gemischt vorliegen. Im Neubau unter 100 m² ist sie bereits überdimensioniert.

Wärmepumpe 9 kW

Die Wärmepumpe 9 kW greift bei Einfamilienhäusern mit Standarddämmung und 150 bis 175 m², also bei einer Heizlast um 8,5 bis 9,5 kW. Achten Sie hier besonders auf den Modulationsbereich: Ein Gerät, das nur bis 4 kW herunter regelt, taktet im Frühjahr, wenn das Haus nur 2 kW braucht.

Wärmepumpe 11 kW

Eine Wärmepumpe 11 kW liegt direkt unter der 12 kW Klasse und ist bei vielen Herstellern dieselbe Hardware mit anderer Softwarefreigabe. Sie passt zu größeren Einfamilienhäusern mit 180 bis 210 m² und mittlerem Dämmstandard. Wenn Ihre Heizlastberechnung 10,5 bis 11,5 kW ergibt, ist diese Klasse die ehrlichere Wahl als der Sprung auf 14 kW.

Wärmepumpe 13 kW

Die Wärmepumpe 13 kW ist die typische Altbauklasse mit Heizkörpern und 215 bis 245 m². Der Grund ist nicht die Fläche allein, sondern die höhere Vorlauftemperatur: Bei 50 bis 55 °C sinkt die verfügbare Leistung gegenüber dem Datenblattwert bei 35 °C spürbar, deshalb wird eine Klasse höher gewählt als die reine Heizlast vermuten lässt.

Ab 20 kW verlassen Sie das Einfamilienhaus. Die folgenden Klassen gehören ins Mehrfamilienhaus, ins Gewerbe und in Quartierslösungen, und sie werden fast immer als Kaskade aus mehreren Geräten ausgeführt, weil ein einzelner großer Verdichter in der Teillast nicht weit genug herunter modulieren kann.

Wärmepumpe 20 kW

Eine Wärmepumpe 20 kW versorgt ein kleines Mehrfamilienhaus mit zwei bis drei Wohneinheiten oder ein sehr großes, schlecht gedämmtes Wohnhaus mit rund 330 bis 380 m². Planen Sie hier die Warmwasserbereitung getrennt, denn mehrere Parteien zapfen gleichzeitig.

Wärmepumpe 25 kW

Die Wärmepumpe 25 kW deckt drei bis fünf Wohneinheiten oder rund 420 bis 470 m² ab. In dieser Klasse lohnt der Vergleich zwischen einem Einzelgerät und zwei kaskadierten Geräten mit je etwa 12 kW: Die Kaskade kostet mehr, erreicht aber eine deutlich niedrigere Mindestleistung und damit weniger Takten in der Übergangszeit.

Wärmepumpe 30 kW

Eine Wärmepumpe 30 kW ist die Einstiegsgröße für Mehrfamilienhäuser mit rund 500 bis 560 m² und für kleinere Gewerbeeinheiten. Ab hier ist eine hydraulische Einbindung über Pufferspeicher und Verteiler zwingend, ein direkter Anschluss an die Heizkreise funktioniert nicht mehr.

Wärmepumpe 35 kW

Die Wärmepumpe 35 kW wird üblicherweise als Kaskade aus zwei Geräten realisiert und deckt 580 bis 650 m². Typische Objekte sind Bürogebäude, Praxen und Wohnanlagen mit gemischtem Nutzungsprofil, bei denen die Heizlast über den Tag stark schwankt.

Wärmepumpe 40 kW

Eine Wärmepumpe 40 kW eignet sich für größere Mehrfamilienhäuser und Gewerbeobjekte mit 650 bis 750 m². Ein einzelnes Gerät dieser Größe moduliert selten unter 12 kW, deshalb ist die Aufteilung auf zwei Geräte mit je 20 kW energetisch fast immer die bessere Lösung.

Wärmepumpe 50 kW

Die Wärmepumpe 50 kW versorgt Gewerbeobjekte und Wohnanlagen mit etwa 830 bis 950 m². In dieser Klasse werden Netzanschluss, Anlaufstrom und die Anmeldung beim Netzbetreiber zu eigenen Planungsthemen, ein reines Online-Set gibt es hier nicht mehr.

Wärmepumpe 60 kW

Eine Wärmepumpe 60 kW deckt rund 1.000 bis 1.150 m² und wird in Quartiers- und Gewerbeprojekten eingesetzt. Sie besteht praktisch immer aus mehreren kaskadierten Modulen, damit die Anlage auch im Sommer nur für Warmwasser sauber im Teillastbetrieb läuft.

Wärmepumpe 100 kW

Die Wärmepumpe 100 kW ist eine Nahwärme- und Industrielösung für etwa 1.600 bis 1.900 m² und wird ausschließlich als Kaskade gebaut. Auslegung, Schallgutachten, Netzanschluss und hydraulische Einbindung gehören hier in die Hand eines Fachplaners, nicht in eine Faustformel.

Wie viel kW verbraucht eine Wärmepumpe?

Ein hartnäckiges Missverständnis: Die Angabe „Wärmepumpe kW“ auf dem Typenschild beschreibt die abgegebene Wärmeleistung, nicht die aufgenommene elektrische Leistung. Eine Wärmepumpe mit 12 kW Heizleistung und einer Leistungszahl (COP) von 4,0 nimmt rund 3 kW Strom auf, die restlichen 9 kW stammen aus der Umweltwärme.

GrößeElektrische Aufnahme (COP 4,0)Jahresstromverbrauch bei JAZ 3,8
8 kW Heizleistungca. 2,0 kWca. 3.900 kWh (15.000 kWh Wärme)
10 kW Heizleistungca. 2,5 kWca. 4.700 kWh (18.000 kWh Wärme)
12 kW Heizleistungca. 3,0 kWca. 5.800 kWh (22.000 kWh Wärme)
16 kW Heizleistungca. 4,0 kWca. 7.400 kWh (28.000 kWh Wärme)
20 kW Heizleistungca. 5,0 kWca. 9.200 kWh (35.000 kWh Wärme)

Bei 5.800 kWh Jahresverbrauch und einem Wärmepumpentarif von 0,26 €/kWh liegen die Stromkosten einer 12 kW Wärmepumpe bei rund 1.500 € pro Jahr. Wer Solarstrom nutzt, senkt diesen Betrag spürbar: Eine 10 kW Solaranlage liefert im Jahresmittel deutlich mehr Strom, als die Wärmepumpe zieht, und ein Stromspeicher mit 20 kWh verschiebt einen Teil des Ertrags in die Abendstunden.

Wärmepumpe Komplettset: 12 kW und andere Größen

Ein Wärmepumpe Komplettset 12 kW (oder in umgekehrter Schreibweise ein Wärmepumpe 12 kW Komplettset) wird online als Paket verkauft. Angeboten werden ebenso das Wärmepumpe Komplettset 20 kW, das Wärmepumpe 5 kW Komplettset, das Wärmepumpe Komplettset 8 kW, das Wärmepumpe 14 kW Komplettset und das Wärmepumpe 16 kW Komplettset. Prüfen Sie vor dem Kauf genau, was drin ist:

BestandteilIm Set üblich?Anmerkung
Monoblock-AußeneinheitjaKernkomponente, meist mit R290 (Propan)
Hydraulikmodul, Umwälzpumpejaoft inkl. Sicherheitsgruppe
Regelung, RaumbediengerätjaHeizkurve muss eingestellt werden
Puffer- und Warmwasserspeicherselten500 bis 1.500 € extra
Fundament, KondensatablaufneinFrostfreie Ableitung ist Pflicht
Elektroanschluss, Zählerkonzeptneinnur durch Elektrofachbetrieb
Inbetriebnahme, hydraulischer AbgleichneinVoraussetzung für die Förderung

Wichtig für die Förderung: Die Bundesförderung setzt eine Fachunternehmererklärung und den hydraulischen Abgleich voraus. Ein reines Selbstbau-Set ohne Fachbetrieb ist damit in der Regel nicht förderfähig. Rechnen Sie das gesparte Geld gegen den entgangenen Zuschuss auf, bevor Sie sich entscheiden.

Hinweis: Wir nennen bewusst keine Modellnummern und keine Preise. Welche Baugröße zu Ihrem Haus passt, ergibt sich erst aus der Heizlastberechnung Ihres Fachbetriebs.

Kosten und Förderung

PostenPreis (12 kW Klasse)Anmerkung
Luft-Wasser-Wärmepumpe, installiert20.000–33.000 €vor Förderung
Sole-Wasser-Wärmepumpe, installiert30.000–48.000 €inkl. Bohrung
Komplettset ohne Montage7.000–13.000 €Förderfähigkeit prüfen
Pufferspeicher + Warmwasserspeicher1.200–2.800 €je nach Volumen
Stromkosten pro Jahr1.400–1.900 €bei JAZ 3,5 bis 4,0

Über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) sind Zuschüsse von bis zu 70 % der förderfähigen Kosten möglich, zusammengesetzt aus Grundförderung, Effizienz-Bonus (unter anderem für natürliche Kältemittel wie R290), Klimageschwindigkeits-Bonus und Einkommens-Bonus. Der Antrag läuft über die KfW und muss vor der Beauftragung gestellt werden. Wer eine bestehende Anlage leiser bekommen will, findet Hinweise in unserem Beitrag zur Schallschutzhaube für die Wärmepumpe.

Typische Auslegungsfehler

1. Sicherheitsaufschlag auf die Heizlast

Aus 10,5 kW berechneter Heizlast wird „sicherheitshalber“ eine 16 kW Wärmepumpe. Das Ergebnis ist ein Gerät, das im Frühjahr und Herbst kaum unter seine Mindestleistung kommt und deshalb taktet. Häufiges Takten senkt die JAZ und verkürzt die Lebensdauer des Verdichters.

2. Falscher Betriebspunkt verglichen

Die Leistungsangabe bei A7/W35 sieht immer besser aus als bei A-7/W55. Prüfen Sie die Leistungskurve bei Ihrer tatsächlichen Norm-Außentemperatur und Ihrer echten Vorlauftemperatur.

3. Heizkörper nicht geprüft

Kleine, hochtemperierte Heizkörper zwingen die Wärmepumpe zu 55 °C Vorlauf und drücken die JAZ auf unter 3,0. Ein hydraulischer Abgleich und der Austausch der kritischen Heizkörper gegen größere Flächen kosten weniger als die nächstgrößere Wärmepumpe.

4. Warmwasser vergessen

Legionellenschutz und Komfortansprüche erhöhen die nötige Speicherladeleistung. Ein zu kleiner Warmwasserspeicher führt zu häufigem Nachheizen mit dem Elektroheizstab. Passende Größen finden Sie in unserem Ratgeber zum Warmwasserspeicher mit 150 Litern.

Vorteile und Nachteile der 12 kW Klasse

✓ Vorteile

  • Deckt große und teilsanierte Einfamilienhäuser bis rund 240 m² ab
  • Reserve für höhere Vorlauftemperaturen im Altbau vorhanden
  • Breites Geräteangebot, auch als Komplettset mit 12 kW erhältlich
  • Mit R290 förderfähig über den Effizienz-Bonus
  • Ausreichend Leistung für Warmwasser ohne dauerhaften Heizstabeinsatz

✕ Nachteile

  • Im Neubau fast immer überdimensioniert, dann drohen Takten und Effizienzverlust
  • Höherer Anschaffungspreis als die 8 kW oder 10 kW Klasse
  • Größere Außeneinheit, höherer Schallleistungspegel, Aufstellort kritischer
  • Ohne hydraulischen Abgleich sinkt die JAZ deutlich
  • Ohne belastbare Heizlastberechnung ist die Klasse reine Spekulation

Fazit

🏆 Bedingt empfehlenswert

Wärmepumpe 12 kW: richtig, wenn die Heizlast es sagt

4.3/ 5

Die 12 kW Wärmepumpe ist die passende Klasse für große oder teilsanierte Einfamilienhäuser mit rund 160 bis 240 m². Für alles darunter ist sie zu groß, für Mehrfamilienhäuser zu klein.

Lassen Sie die Heizlast nach DIN EN 12831 berechnen, vergleichen Sie Geräte nur bei identischem Betriebspunkt und prüfen Sie die Vorlauftemperatur Ihrer Heizflächen. Wer diese drei Schritte geht, landet fast immer bei einer kleineren Wärmepumpe als zunächst gedacht, und genau das ist wirtschaftlich die bessere Wahl.

Weiterführende Links und Quellen

Häufige Fragen

12 kW Wärmepumpe für wieviel m2 reicht sie?

Eine 12 kW Wärmepumpe deckt als Richtwert 160 bis 240 m² beheizte Fläche ab. Bei einem teilsanierten Altbau mit rund 70 W/m² sind es etwa 170 m², bei einem gut sanierten Haus mit 50 W/m² schon 240 m². Verbindlich ist ausschließlich die raumweise Heizlastberechnung nach DIN EN 12831, die ein Fachbetrieb erstellt.

Wieviel kW braucht eine Wärmepumpe für ein Einfamilienhaus?

Für ein durchschnittliches Einfamilienhaus mit 150 m² liegt die Heizlast je nach Zustand zwischen 5 kW (Neubau) und 18 kW (unsanierter Altbau). Multiplizieren Sie die beheizte Fläche mit der spezifischen Heizlast: 30 bis 40 W/m² im Effizienzhaus, 50 bis 60 W/m² im sanierten Haus, 60 bis 75 W/m² im teilsanierten Altbau, 90 bis 120 W/m² im unsanierten Altbau.

Wie viel kW verbraucht eine Wärmepumpe?

Die Nennleistung beschreibt die abgegebene Wärme, nicht die aufgenommene elektrische Leistung. Eine Wärmepumpe mit 12 kW Heizleistung und einer Leistungszahl von 4,0 nimmt im Auslegungspunkt rund 3 kW elektrisch auf. Über das Jahr gerechnet: Bei 22.000 kWh Heizarbeit und einer JAZ von 3,8 verbraucht sie etwa 5.800 kWh Strom.

Was ist der Unterschied zwischen einer 8 kW und einer 12 kW Wärmepumpe?

Die 8 kW Wärmepumpe passt zu gut gedämmten Häusern bis rund 160 m², die 12 kW Wärmepumpe zu größeren oder schwächer gedämmten Gebäuden mit höherer Heizlast. Der Sprung ist kein Sicherheitspuffer: Eine zu groß gewählte Wärmepumpe taktet in der Übergangszeit und verliert Effizienz. Nur die berechnete Heizlast entscheidet.

Was enthält ein Wärmepumpe Komplettset mit 12 kW?

Ein Wärmepumpe Komplettset mit 12 kW umfasst üblicherweise die Monoblock-Außeneinheit, ein Hydraulikmodul mit Umwälzpumpe und Sicherheitsgruppe, die Regelung sowie Anschlusszubehör. Nicht enthalten sind meist Pufferspeicher, Warmwasserspeicher, Fundament, Elektroanschluss, Kältemittelarbeiten und die Inbetriebnahme durch den Fachbetrieb.

Ab wann braucht man eine Wärmepumpe mit 20 kW oder mehr?

Eine Wärmepumpe mit 20 kW oder 25 kW wird bei sehr großen Wohnhäusern, Zweifamilienhäusern und kleineren Mehrfamilienhäusern eingesetzt. Ab etwa 30 kW arbeitet man meist mit Kaskaden aus zwei oder drei Geräten, weil sich der Modulationsbereich so besser an die Teillast anpassen lässt. 50 kW bis 100 kW sind Gewerbe- und Mehrparteienlösungen.

Was bedeutet die Angabe Wärmepumpe Leistung kW auf dem Datenblatt?

Die Angabe Wärmepumpe Leistung in kW bezieht sich immer auf einen Betriebspunkt, üblich ist A-7/W35 oder A2/W35. A-7/W35 heißt: minus 7 °C Außenluft, 35 °C Vorlauftemperatur. Vergleichen Sie Geräte nur bei gleichem Betriebspunkt, sonst vergleichen Sie zwei völlig verschiedene Werte.

Ist eine 5 kW Wärmepumpe für ein Haus zu klein?

Nein, sofern die Heizlast es hergibt. Eine 5 kW Wärmepumpe reicht für gut gedämmte Neubauten bis rund 140 m² mit Fußbodenheizung. Im Effizienzhaus mit 35 W/m² deckt sie sogar 140 m² komfortabel ab. Zu klein wird sie erst, wenn die Heizlast deutlich darüber liegt und der Heizstab dauerhaft einspringen muss.

Wärmepumpe wie viel kW bei Altbau mit Heizkörpern?

Im Altbau mit klassischen Heizkörpern ist nicht nur die Heizlast höher, auch die nötige Vorlauftemperatur steigt auf 50 bis 55 °C. Das senkt die verfügbare Leistung des Geräts, weshalb Sie die Herstellerangabe bei genau dieser Vorlauftemperatur prüfen müssen. Häufig landet man dann bei 14 kW bis 16 kW statt bei 12 kW.

Redaktion WattRatgeber Kaufberatung Haus-Energie

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