KLIMAANLAGE

Klimaanlage für die Wohnung: Bauform, Mietrecht, Leistung und Kosten

Wohnzimmer einer Wohnung mit Klimagerät an der Wand
In der Mietwohnung entscheidet nicht die Technik, sondern die Frage nach der baulichen Veränderung, Foto: Pexels

Eine Klimaanlage in der Wohnung ist technisch schnell erklärt, rechtlich aber selten. Wer im Eigentum wohnt, hat fast freie Wahl. Wer zur Miete wohnt, stößt bei den meisten Bauformen auf einen simplen Satz aus dem Mietrecht: Bauliche Veränderungen an der Mietsache brauchen die Zustimmung des Vermieters. Genau daran scheitern die meisten Kaufentscheidungen, nicht an der Technik.

Dieser Ratgeber sortiert die Sache in der richtigen Reihenfolge: erst Mietwohnung oder Eigentum, dann die zulässige Bauform, dann die nötige Kühlleistung in kW für Ihre Quadratmeter, dann Stromkosten, Lautstärke und Montage. Am Ende wissen Sie, welche Klimaanlage für die Wohnung überhaupt in Frage kommt und welche Sie sich sparen können.

Die erste Frage: Miete oder Eigentum?

Bevor Sie Kühlleistungen, dB(A)-Werte oder Preise vergleichen, klären Sie eine einzige Frage: Wem gehört die Wand, in die gebohrt werden müsste? Denn genau daran entscheidet sich, welche Klimaanlage Wohnung für Sie überhaupt zur Auswahl steht. Wer Eigentum bewohnt, kann fast frei wählen, muss in einer Wohnungseigentümergemeinschaft aber trotzdem einen Beschluss einholen, weil die Fassade Gemeinschaftseigentum ist. Wer zur Miete wohnt, hat zwei getrennte Optionsräume: Geräte ohne Eingriff in die Bausubstanz und Geräte mit Eingriff, für die eine Zustimmung nötig ist.

WohnsituationOhne Zustimmung möglichNur mit Zustimmung
MietwohnungMobiles Monoblock-Gerät mit Abluftschlauch, Fensterabdichtung, VentilatorSplitgerät, festes Monoblock-Wandgerät, jede Kernbohrung, Außeneinheit
Eigentumswohnung (WEG)Mobile Geräte, alles innerhalb der eigenen WändeAußeneinheit an Fassade oder Balkon: Beschluss der Eigentümergemeinschaft
Eigenes Hauspraktisch allesnur Nachbarschutz beim Schall, siehe TA Lärm

Wer im Netz nach Wohnung Klimaanlage sucht, landet fast immer zuerst bei Mobilgeräten, weil Shops sie als „mieterfreundlich“ bewerben. Das stimmt, hat aber einen Preis: Sie sind laut und teuer im Betrieb. Beides erklären wir weiter unten in Zahlen.

Datenschutz-Hinweis: Erst mit einem Klick wird das Video geladen. Dabei werden Daten an YouTube (Google) übertragen. Details in der Datenschutzerklärung. , Externes Video, wird erst per Klick geladen

Mietrecht: Zustimmung des Vermieters und Rückbaupflicht

Die Rechtslage ist unspektakulär, aber eindeutig. Der Mieter darf die Wohnung vertragsgemäß nutzen, sie aber nicht baulich verändern. Als bauliche Veränderung gilt alles, was in die Substanz eingreift oder das äußere Erscheinungsbild des Gebäudes verändert:

  • Kernbohrung durch die Außenwand für Kältemittelleitungen (typisch 60 bis 80 mm)
  • Doppelbohrung von rund 160 mm für ein festes Monoblock-Wandgerät
  • Montage einer Außeneinheit an der Fassade, am Balkongeländer oder auf dem Dach
  • Verlegen einer eigenen Stromleitung oder eines neuen Sicherungskreises
  • Kondensatablauf, der durch die Wand nach draußen geführt wird

Für all das brauchen Sie die Zustimmung des Vermieters. Holen Sie sie schriftlich ein und regeln Sie im selben Dokument drei Punkte: wer die Montage ausführt (zertifizierter Kältefachbetrieb), wer für Schäden an der Fassade haftet, und ob bei Auszug eine Rückbaupflicht besteht. Der Regelfall ist: Sie bauen zurück und verschließen die Bohrung fachgerecht. Manche Vermieter verzichten darauf, wenn die Anlage in der Wohnung verbleibt, das muss aber ausdrücklich im Text stehen.

Ein Anspruch auf Zustimmung besteht nicht. Die Rechtsprechung erkennt kein allgemeines Recht auf Kühlung an, anders als etwa bei Barrierefreiheit oder Ladeinfrastruktur. Auch der Betrieb selbst kann eingeschränkt werden: Die Geräuschimmission gegenüber Nachbarn richtet sich nach der TA Lärm, nachts gelten in reinen Wohngebieten 35 dB(A) am fremden Fenster.

Außeneinheit einer Split-Klimaanlage an einer Hausfassade
Sobald ein Außengerät an die Fassade kommt, ist es eine bauliche Veränderung, Foto: Pexels

Bauformen im Vergleich: was in die Wohnung passt

Vier Bauformen konkurrieren um denselben Platz. Die Tabelle zeigt, was sie leisten, was sie kosten und ob sie ohne Eingriff in die Bausubstanz auskommen.

BauformKühlleistungEffizienzLautstärke innenBauliche Veränderung
Mobiles Monoblock-Gerät2,0–3,5 kWEER 2,3–2,962–68 dB(A)nein
Festes Monoblock-Wandgerät2,0–3,5 kWSEER 5,1–6,136–45 dB(A)ja (2 Kernbohrungen)
Split-Klimaanlage2,5–7,0 kWSEER 6,1–8,519–28 dB(A)ja (Bohrung + Außengerät)
Multisplit (2–5 Innengeräte)4,0–12,0 kWSEER 6,0–8,019–30 dB(A)ja

Die Grundmechanik erklärt den Unterschied: Beim Mobilgerät steht der komplette Kältekreis samt Verdichter im Raum, die Abwärme muss durch einen Schlauch nach draußen. Beim Splitsystem sitzt der laute Teil außen. Deshalb ist eine Split-Klimaanlage immer leiser und immer effizienter, und deshalb ist sie in der Mietwohnung immer genehmigungspflichtig.

Montage ohne Bohren: die Optionen für Mieter

Wenn der Vermieter nicht zustimmt oder Sie gar nicht erst fragen möchten, bleiben drei realistische Wege:

1. Mobiles Monoblock-Gerät plus Fensterabdichtung

Das Gerät steht im Raum, der Abluftschlauch geht durch ein gekipptes Fenster. Ohne Abdichtung ist das halbe Kühlleistung zum Fenster hinaus: Die abgesaugte Raumluft wird durch warme Außenluft ersetzt. Eine textile Fensterabdichtung mit Reißverschluss kostet 15 bis 30 € und ist keine bauliche Veränderung, weil sie mit Klettband am Rahmen haftet und rückstandslos entfernbar ist.

2. Quick-Connect-Split auf dem Balkon

Vorgefüllte Splitsysteme mit Schnellkupplung lassen sich ohne Kältemittelschein anschließen. Das Außengerät steht dabei frei auf dem Balkon statt an der Fassade, die Leitung wird durch die Fensterabdichtung geführt. Die Zustimmung des Vermieters brauchen Sie trotzdem, sobald das Gerät dauerhaft montiert oder sichtbar am Geländer befestigt wird. Details dazu im Beitrag zur Quick-Connect-Klimaanlage.

3. Kompaktgerät ohne Außeneinheit

Die fest montierte Monoblock-Variante braucht keine Außeneinheit, aber zwei Kernbohrungen. Sie ist damit genehmigungspflichtig, dafür deutlich leiser und sparsamer als das mobile Gerät. Wir haben die Bauform in einem eigenen Artikel zur Klimaanlage ohne Außengerät ausführlich durchgerechnet.

Wie viel kW braucht die Wohnung?

Die Kühllast ist keine Frage der Wohnfläche, sondern des einzelnen Raums. Ein Gerät kühlt immer nur den Raum, in dem sein Innenteil steht: Türen, Flure und Wände blockieren die kalte Luft zuverlässig. Rechnen Sie deshalb pro Raum, nicht pro Wohnung.

RaumsituationSpezifische KühllastBeispiel 25 m² Raum
Nordseite, verschattet, Erdgeschoss50–60 W/m²1,3–1,5 kW
Standardraum, mittlere Verglasung60–80 W/m²1,5–2,0 kW
Südfenster, große Glasfläche90–110 W/m²2,3–2,8 kW
Dachgeschoss, unter Ziegeln100–130 W/m²2,5–3,3 kW
Homeoffice mit 2 Rechnern und 2 Personen+ 400–600 WAufschlag auf den Grundwert

In BTU umgerechnet, weil viele Geräte so beworben werden: 1 kW entspricht rund 3.412 BTU/h. Ein 2,6-kW-Gerät sind also etwa 9.000 BTU, ein 3,5-kW-Gerät rund 12.000 BTU und ein 5,0-kW-Gerät etwa 18.000 BTU. Zu groß gewählte Geräte sind kein Sicherheitspolster: Sie erreichen den Sollwert zu schnell, schalten ab und entfeuchten die Luft nicht mehr richtig.

Klimaanlage nach Wohnungsgröße: 60, 80 und 100 m²

Die Suchanfragen nennen fast immer die Wohnfläche. Deshalb hier die Übersetzung von Quadratmetern in eine realistische Geräteempfehlung, immer unter der Annahme, dass Sie nicht die ganze Wohnung, sondern die zwei bis drei tatsächlich genutzten Räume temperieren wollen.

Klimaanlage für 60m2 Wohnung

Die typische Zweizimmerwohnung: ein Wohnzimmer mit 24 bis 28 m², ein Schlafzimmer mit 14 bis 16 m². Für den Wohnraum genügt ein Gerät mit 2,5 bis 2,6 kW (9.000 BTU), fürs Schlafzimmer reichen 1,8 bis 2,0 kW. Wer nur ein Gerät will, stellt es in den Raum, in dem er tagsüber lebt, und akzeptiert, dass das Schlafzimmer warm bleibt. Eine Klimaanlage für 60m2 Wohnung als Einzelgerät für die gesamte Fläche gibt es schlicht nicht, weil die Luft nicht um Ecken strömt.

Klimaanlage für 80 qm Wohnung

Bei drei Zimmern liegt die rechnerische Gesamtkühllast bei 3,5 bis 5,0 kW. Sinnvoll ist hier ein Multisplit mit zwei Innengeräten (etwa 2,6 kW für den Wohnraum, 2,0 kW für das Schlafzimmer) und einer gemeinsamen Außeneinheit. Eine Klimaanlage für 80 qm Wohnung als einzelnes 5-kW-Truhengerät kühlt nur den Aufstellraum und wird dort unangenehm zugig. Die Aufteilung finden Sie im Detail unter Klimaanlage mit 2 Innengeräten.

Klimaanlage für 100 qm Wohnung

Ab dieser Größe ist der Ein-Geräte-Ansatz endgültig vorbei. Eine Klimaanlage für 100 qm Wohnung bedeutet in der Praxis drei Innengeräte an einer Multisplit-Außeneinheit mit 6,0 bis 8,0 kW Gesamtkühlleistung, oder zwei Innengeräte plus konsequente Verschattung in den übrigen Räumen. Rechnen Sie mit 2,6 kW im Wohnzimmer, 2,0 kW im Elternschlafzimmer und 2,0 kW im Arbeitszimmer. Mehr dazu unter Klimaanlage mit 3 Innengeräten.

Klimaanlage kleine Wohnung

Für Einzimmerwohnungen und Apartments unter 45 m² gilt: Eine Klimaanlage kleine Wohnung braucht selten mehr als 2,0 bis 2,5 kW. Achten Sie hier besonders auf die Lautstärke, weil Wohn- und Schlafbereich derselbe Raum sind. Ein mobiles Gerät mit 64 dB(A) direkt neben dem Bett ist in einem Apartment eine schlechtere Idee als in einer Vierzimmerwohnung mit separatem Schlafzimmer.

Die Bauformen im Detail

Mobile Klimaanlage Wohnung

Die mobile Klimaanlage Wohnung ist das meistgekaufte Gerät, weil sie ohne Montage auskommt. Sie hat Rollen, wiegt 25 bis 35 kg und braucht eine Steckdose mit 10 A. Der Kompromiss: Der Verdichter läuft im Raum, deshalb 62 bis 68 dB(A), und der EER liegt bei 2,3 bis 2,9. Für 2,6 kW Kälte zahlen Sie also rund 1,0 kW Strom. Wer sich für eine mobile Klimaanlage für Wohnung entscheidet, sollte die Fensterabdichtung von Anfang an mitkaufen: Ohne sie ist die halbe Leistung verschenkt.

Klimaanlage Wohnung mit Abluftschlauch

Jede Klimaanlage Wohnung mit Abluftschlauch ist ein Monoblock-Gerät. Der Schlauch hat meist 150 mm Durchmesser und ist 1,5 m lang. Halten Sie ihn kurz und gerade: Jeder Meter Schlauch und jede Schleife heizt die Abluft zurück in den Raum. Modelle mit zwei Schläuchen (Zuluft und Abluft getrennt) sind spürbar effizienter, aber selten im Handel, weil sie umständlicher aussehen.

Stand Klimaanlage Wohnung

Als Stand Klimaanlage Wohnung werden zwei ganz verschiedene Dinge verkauft: das mobile Monoblock-Gerät auf Rollen und das fest installierte Split-Truhengerät, das am Boden vor der Wand steht. Letzteres ist ein echtes Splitsystem mit Außeneinheit, es sieht nur anders aus als ein Wandgerät. Prüfen Sie im Datenblatt, ob eine Außeneinheit dabei ist: Das entscheidet über die Genehmigungspflicht.

Split Klimaanlage Wohnung

Eine Split Klimaanlage Wohnung besteht aus Innengerät, Außengerät und zwei Kupferleitungen dazwischen. Sie ist die einzige Bauform, die im Schlafzimmer wirklich leise ist, und die einzige, die im Winter als Wärmepumpe heizt (SCOP oft über 4,0). Ob Sie sie Klimaanlage split Wohnung oder Klimaanlage Wohnung Splitgerät nennen: Gemeint ist immer dieselbe Technik, und immer ist die Zustimmung des Vermieters nötig.

Klimaanlage Wohnung mit Außengerät

Wer gezielt nach einer Klimaanlage Wohnung mit Außengerät sucht, hat die Genehmigungsfrage meist schon geklärt. Dann geht es nur noch um den Aufstellort: Wandkonsole, Balkonboden oder Flachdach. Wichtig sind Schwingungsentkopplung (Gummipuffer), ein freier Luftaustritt von mindestens 50 cm und die Einhaltung der nächtlichen Immissionsrichtwerte. Details zur Aufstellung finden Sie unter Klimaanlage Außengerät.

Mini Klimaanlage Wohnung

Vorsicht bei der Mini Klimaanlage Wohnung: Die kleinen Würfel mit Wassertank und USB-Anschluss sind keine Klimaanlagen, sondern Verdunstungskühler. Sie kühlen die Luft nicht ab, sie befeuchten sie. In einem geschlossenen Zimmer steigt dadurch die relative Luftfeuchte, und schwüle Luft empfindet der Mensch als wärmer, nicht als kühler. Echte Kühlung braucht einen Kältekreis mit Verdichter und eine Abluft nach draußen. Punkt.

Hinweis: Wir nennen bewusst keine Modellnummern. Welche Kühlleistung passt, ergibt sich aus Raumgröße, Fensterfläche und Himmelsrichtung, nicht aus der Produktbeschreibung.

Stromkosten und Effizienz (EER, SEER)

Der EER (Energy Efficiency Ratio) beschreibt das Verhältnis von Kälteleistung zu Stromaufnahme im Auslegungspunkt, der SEER (Seasonal EER) mittelt über eine ganze Kühlsaison inklusive Teillast. Für den Vergleich zählt der SEER, weil eine Klimaanlage die meiste Zeit nicht unter Volllast läuft. Mobile Geräte werden meist nur mit EER beworben, und das hat einen Grund.

GerätKühlleistungEffizienzStromaufnahme500 h bei 0,35 €/kWh
Mobiles Monoblock-Gerät2,6 kWEER 2,6ca. 1,00 kWca. 175 €
Festes Monoblock-Wandgerät2,6 kWSEER 5,6ca. 0,46 kWca. 81 €
Split-Klimaanlage (A+++)2,6 kWSEER 7,0ca. 0,37 kWca. 65 €
Multisplit, 2 Innengeräte5,0 kWSEER 6,5ca. 0,77 kWca. 135 €

Über fünf Sommer gerechnet holt das Splitgerät seinen Aufpreis von rund 900 € gegenüber dem Mobilgerät größtenteils wieder herein: 110 € Stromersparnis pro Jahr sind 550 € in fünf Jahren, und im Winter heizt es zusätzlich. Wer Solarstrom vom eigenen Dach nutzt, verschiebt die Rechnung noch weiter, weil die Kühllast genau dann anfällt, wenn die Solaranlage ihren höchsten Ertrag liefert.

Lautstärke in dB(A): das unterschätzte Kriterium

In einer Wohnung ist Schall das Kriterium, an dem die meisten Käufe scheitern. Der Unterschied zwischen 24 und 64 dB(A) sind nicht „ein bisschen lauter“, sondern eine Verdopplung der empfundenen Lautstärke etwa alle 10 dB: 64 dB(A) werden also rund 16-mal so laut empfunden wie 24 dB(A).

  • 19 bis 24 dB(A): Split-Innengerät in der Nachtstufe, leiser als ein Kühlschrank
  • 36 bis 45 dB(A): festes Monoblock-Wandgerät, vergleichbar mit einer Dunstabzugshaube auf Stufe 1
  • 62 bis 68 dB(A): mobiles Monoblock-Gerät, etwa auf dem Niveau eines Gesprächs im Zimmer
  • 48 bis 58 dB(A): Außeneinheit in 1 m Abstand, entscheidend für den Nachbarschutz

Wenn im selben Raum geschlafen wird, ist die Sache damit entschieden. Wir haben die Werte für den Nachtbetrieb im Beitrag zur Klimaanlage im Schlafzimmer ausführlich verglichen.

Klimaanlage für Wohnung kaufen: Checkliste

Wer eine Klimaanlage für Wohnung kaufen will, sollte diese sechs Punkte vorab geklärt haben. Die Reihenfolge ist bewusst so gewählt: Die Frage nach dem Gerät kommt zuletzt.

  1. Genehmigung: Liegt eine schriftliche Zustimmung des Vermieters vor, falls gebohrt wird?
  2. Raum statt Fläche: Welchen Raum kühlen Sie tatsächlich, und wie viele m² hat er?
  3. Kühllast: 60 bis 130 W/m² je nach Verglasung und Geschoss, plus Zuschlag für Geräte und Personen.
  4. Schall: dB(A) des Innengeräts in der niedrigsten Stufe, nicht der Mittelwert im Datenblatt.
  5. Effizienz: SEER statt EER vergleichen, ab 6,1 gilt A++, ab 8,5 gilt A+++.
  6. Kondensat: Wohin läuft das Kondenswasser, und wer leert den Behälter?

Ob Sie den Vorgang Klimaanlage Wohnung kaufen, Klimaanlage für die Wohnung kaufen oder Klimaanlage kaufen Wohnung nennen, ändert nichts an dieser Reihenfolge. Erst der Raum, dann die Leistung, dann das Gerät.

Günstige Geräte: wo sparen sinnvoll ist

Eine Klimaanlage Wohnung günstig zu kaufen, ist möglich, aber nicht überall. Der Einstiegspreis für ein brauchbares mobiles Monoblock-Gerät liegt bei 300 bis 450 €, ein Splitset beginnt bei 600 bis 900 € plus Montage durch den Fachbetrieb (600 bis 1.200 €). Alles unterhalb dieser Marken ist entweder ein Verdunstungskühler oder ein Gerät mit zu schwachem Verdichter.

PostenPreisspanneSparen sinnvoll?
Mobiles Monoblock-Gerät, 2,6 kW300–450 €ja, Ausstattung unterscheidet sich kaum
Split-Set 2,6 kW, ohne Montage600–900 €bedingt, auf SEER und Nachtstufe achten
Montage durch Kältefachbetrieb600–1.200 €nein, Kältemittelarbeiten sind zertifizierungspflichtig
Fensterabdichtung15–30 €nein, ohne sie verlieren Sie 30 bis 50 % der Wirkung
Wartung, Filterreinigung0–150 € pro JahrFilter selbst reinigen, Kältekreis vom Fachbetrieb prüfen lassen

Wer eine günstige Klimaanlage für Wohnung sucht, spart am besten beim Gerät und nicht bei der Montage. Und wer eine Klimaanlage für Wohnung günstig im Betrieb haben will, kauft ohnehin ein Splitsystem: Der Anschaffungspreis ist höher, die Stromrechnung nach fünf Sommern niedriger.

Test und Testsieger: was die Tests wirklich messen

Wenn Sie nach Klimaanlage Wohnung Testsieger oder Klimaanlage für Wohnung Testsieger suchen, bekommen Sie meist Ranglisten, die Mobilgeräte und Splitgeräte in einen Topf werfen. Das ist unbrauchbar, weil die Bauformen physikalisch nicht vergleichbar sind. Sinnvoll sind Vergleiche innerhalb einer Bauform, und dort zählen genau vier Messwerte:

  • Kühlleistung in kW bei definierter Innen- und Außentemperatur (Standard: 35 °C außen, 27 °C innen)
  • SEER über die Saison, nicht der EER im Bestpunkt
  • Schallleistungspegel in dB(A), gemessen nach EN 12102 in der niedrigsten Stufe
  • Abkühlzeit eines Referenzraums von 30 °C auf 24 °C

Ein Klimaanlage Wohnung Test oder Klimaanlage für Wohnung Test, der diese vier Werte nicht nennt, ist keine Messung, sondern eine Produktliste. Wir veröffentlichen bewusst keine eigenen Testergebnisse: Unsere Bewertungen sind redaktionelle Einordnungen der Herstellerdatenblätter, nicht Laborwerte.

Suchbegriffe und Schreibweisen im Handel

In Onlineshops taucht dasselbe Gerät unter einem halben Dutzend Bezeichnungen auf, weil die Filterbegriffe der Händler nicht standardisiert sind. Zur Orientierung: Wenn Sie Klimaanlage Wohnung mobil, mobil Klimaanlage Wohnung, Klimaanlage mobil Wohnung oder Klimaanlage Wohnung mobile lesen, ist immer das rollbare Monoblock-Gerät mit Abluftschlauch gemeint. Dasselbe gilt für portable Klimaanlage Wohnung und tragbare Klimaanlage Wohnung: Auch hier steht der Verdichter im Raum, mit allen Folgen für Lautstärke und Stromverbrauch. Lassen Sie sich von der Wortwahl nicht in die Irre führen und prüfen Sie stattdessen zwei Zahlen im Datenblatt: Kühlleistung in kW und Schallleistungspegel in dB(A).

Vorteile und Nachteile in der Wohnung

✓ Vorteile

  • Splitgeräte sind mit 19 bis 24 dB(A) im Innenraum kaum hörbar und damit schlafzimmertauglich
  • Ein SEER über 7,0 senkt die Stromkosten auf ein Drittel gegenüber einem mobilen Gerät
  • Splitsysteme heizen im Winter als Wärmepumpe, oft mit einem SCOP über 4,0
  • Mobile Geräte sind ohne Zustimmung des Vermieters nutzbar und sofort einsatzbereit
  • Für 60 bis 100 m² lässt sich die Kühlung raumweise aufbauen und schrittweise erweitern

✕ Nachteile

  • Jede Bohrung und jedes Außengerät ist eine bauliche Veränderung, ohne Zustimmung des Vermieters unzulässig
  • Mobile Geräte sind mit 62 bis 68 dB(A) laut und mit einem EER um 2,6 teuer im Betrieb
  • Ohne Fensterabdichtung verlieren Monoblock-Geräte 30 bis 50 % ihrer Kühlwirkung
  • Ein einzelnes Gerät kühlt nie die ganze Wohnung, nur seinen Aufstellraum
  • Kältemittelarbeiten dürfen nur zertifizierte Fachbetriebe ausführen, das kostet 600 bis 1.200 €

Fazit

🏆 Empfehlenswert mit Einschränkung

Klimaanlage für die Wohnung: die Rechtsfrage kommt vor der Technikfrage

4.1/ 5

Im Eigentum ist das Splitsystem fast immer die richtige Wahl: leise, effizient, im Winter heizend. In der Mietwohnung ohne Zustimmung des Vermieters bleibt nur das mobile Monoblock-Gerät, und das ist ein Kompromiss, den man kennen sollte.

Klären Sie zuerst, ob gebohrt werden darf. Wenn ja, kaufen Sie ein Splitsystem mit einem SEER über 6,1 und einer Nachtstufe unter 25 dB(A). Wenn nein, nehmen Sie ein mobiles Gerät mit 2,6 kW für Räume bis 28 m², kaufen die Fensterabdichtung gleich mit und rechnen mit rund 175 € Stromkosten pro Sommer. Für eine Klimaanlage in der Wohnung gilt in beiden Fällen: pro Raum planen, nicht pro Wohnfläche.

Weiterführende Links und Quellen

Häufige Fragen

Darf ich als Mieter eine Klimaanlage in der Wohnung installieren?

Ein mobiles Gerät, das Sie nur aufstellen und dessen Abluftschlauch durch ein gekipptes Fenster geht, dürfen Sie in aller Regel ohne Rückfrage nutzen: Es verändert die Mietsache nicht. Sobald gebohrt, geschraubt oder ein Außengerät an der Fassade befestigt wird, liegt eine bauliche Veränderung vor. Dafür brauchen Sie die Zustimmung des Vermieters, am besten schriftlich und mit einer Regelung zum Rückbau bei Auszug.

Welche Klimaanlage für Wohnung ohne Außengerät?

Ohne Außeneinheit bleiben zwei Bauformen: das mobile Monoblock-Gerät mit Abluftschlauch und das fest eingebaute Monoblock-Wandgerät, das über zwei Kernbohrungen von rund 160 mm Luft ansaugt und abführt. Beide sind weniger effizient als ein Splitsystem, das feste Monoblock-Wandgerät ist aber leiser und sparsamer als das mobile.

Wie viel kW Kühlleistung braucht eine 80 m² Wohnung?

Rechnen Sie mit 60 bis 100 W je m² und beziehen Sie die Leistung immer auf den einzelnen Raum, nicht auf die gesamte Wohnfläche. Eine 80 m² Wohnung braucht rechnerisch rund 3,5 bis 5,0 kW, verteilt auf zwei bis drei Innengeräte. Ein einzelnes Gerät mit 3,5 kW kühlt nur den Raum, in dem es steht, weil Türen, Flure und Wände die kalte Luft blockieren.

Was kostet eine Klimaanlage in der Wohnung im Betrieb?

Ein mobiles Gerät mit 2,6 kW Kühlleistung und einem EER von 2,6 nimmt etwa 1,0 kW elektrisch auf. Bei 500 Betriebsstunden im Sommer und 0,35 €/kWh sind das rund 175 €. Ein Splitgerät derselben Kühlleistung mit einem SEER von 7,0 verbraucht bei gleicher Kühlarbeit nur etwa 65 € pro Sommer.

Wie laut ist eine Klimaanlage in der Wohnung?

Gute Split-Innengeräte arbeiten in der Nachtstufe bei 19 bis 24 dB(A), das ist leiser als ein Kühlschrank. Mobile Monoblock-Geräte liegen praktisch nie unter 62 dB(A), weil Verdichter und Ventilator im Raum stehen. Für Schlafzimmer ist das der entscheidende Unterschied, dazu haben wir einen eigenen Ratgeber.

Muss ich die Klimaanlage bei Auszug zurückbauen?

Wenn Sie baulich eingegriffen haben, ja. Üblich ist eine Vereinbarung, in der der Vermieter zustimmt und Sie sich zum fachgerechten Rückbau bei Auszug verpflichten, inklusive Verschließen der Kernbohrung. Ohne diese schriftliche Vereinbarung tragen Sie das Risiko, dass der Vermieter den Rückbau oder Schadenersatz verlangt.

Ist ein Mini-Gerät für 40 € eine Alternative?

Nein. Die kleinen Tischgeräte mit Wassertank sind Verdunstungskühler. Sie entziehen der Luft keine Wärme, sondern geben Feuchtigkeit ab. In einem geschlossenen Raum steigt dadurch die relative Luftfeuchte und das Klima wird subjektiv schlechter. Echte Kühlleistung beginnt erst bei einem Kältekreis mit Verdichter.

Brauche ich für ein Splitgerät einen Fachbetrieb?

Ja, sobald der Kältekreis geöffnet wird. Nach der EU-Verordnung über fluorierte Treibhausgase dürfen Arbeiten am Kältemittelkreislauf nur zertifizierte Betriebe ausführen. Eine Ausnahme sind vorgefüllte Quick-Connect-Systeme mit Schnellkupplung, die Sie selbst anschließen dürfen.

Kühlt eine Klimaanlage mit Abluftschlauch bei gekipptem Fenster überhaupt?

Kaum. Durch das gekippte Fenster strömt genau die warme Luft nach, die das Gerät aus dem Raum saugt. Ohne Fensterabdichtung verliert ein Monoblock-Gerät je nach Messung 30 bis 50 % seiner Wirkung. Eine textile Fensterabdichtung mit Reißverschluss kostet unter 30 € und ist die wichtigste Ergänzung überhaupt.

Lohnt sich eine Klimaanlage für die Wohnung finanziell?

Rein finanziell nie, es geht um Komfort und Schlafqualität. Wirtschaftlich wird sie nur dann, wenn Sie ein Splitgerät wählen, das im Winter als Wärmepumpe heizt: Mit einem SCOP über 4,0 heizt es einen einzelnen Raum günstiger als jede Elektroheizung.

Redaktion WattRatgeber Kaufberatung Haus-Energie

Wir vergleichen Haus-Energie-Produkte anhand von Herstellerdaten, Normen und unabhängigen Tests (Stiftung Warentest, Öko-Test), herstellerunabhängig und transparent.

Zuletzt aktualisiert: . So testen wir