Wärmepumpe Steinbach: Kaufberatung für Pool-Wärmepumpen im Einsteigersegment
Wer nach einer Wärmepumpe Steinbach sucht, sucht in aller Regel keine Gebäudeheizung, sondern eine Luft-Wasser-Wärmepumpe für den Gartenpool. Steinbach ist ein österreichischer Hersteller von Poolausstattung, dessen Geräte im deutschsprachigen Raum breit im Handel stehen, mit Pool-Wärmepumpen im Einsteiger- bis Mittelklassesegment. Welche Heizleistung, welchen COP und welche Betriebsgrenzen ein konkretes Gerät hat, steht ausschließlich im aktuellen Datenblatt, denn das Sortiment und die Typenbezeichnungen wechseln jährlich.
Dieser Ratgeber nennt deshalb bewusst keine Modellwerte, sondern erklärt die Technik dahinter: wie Sie die nötige Leistung aus der Wasserfläche statt aus dem Volumen ableiten, warum eine Abdeckung den Wärmebedarf halbiert, was COP 4 bis 6 tatsächlich bedeuten, wo der Unterschied zwischen Full-Inverter und On/Off liegt, und welche Anforderungen an Titan-Wärmetauscher, Bypass, Durchfluss und Elektroanschluss Sie prüfen sollten, bevor Sie ein Gerät bestellen.
Steinbach richtig einordnen
Die Suche nach einer Wärmepumpe Steinbach ist markengetrieben, und genau darin liegt die Falle. Steinbach ist ein österreichischer Hersteller von Poolausstattung, der im deutschsprachigen Raum über Bau- und Gartenmärkte sowie den Onlinehandel breit vertrieben wird. Die Pool-Wärmepumpen sind im Einsteiger- bis Mittelklassesegment für private Aufstell- und Einbaubecken positioniert. Mehr lässt sich seriös nicht sagen, ohne ein konkretes Modelljahr vor sich zu haben.
Wir nennen deshalb keine Modellnummern, keine Leistungswerte einzelner Geräte und keine Preise. Das Sortiment wird jährlich überarbeitet, Baureihen werden umbenannt, und ein Wert, den wir heute schreiben, wäre in der nächsten Saison falsch. Verlassen Sie sich stattdessen auf das aktuelle Datenblatt des Geräts, das Sie tatsächlich kaufen wollen. Die folgende Liste zeigt, welche Angaben dort stehen müssen und was sie bedeuten. Fehlt eine davon, ist das Gerät nicht bewertbar.
| Angabe im Datenblatt | Warum sie zählt | Worauf achten |
|---|---|---|
| Heizleistung bei Luft 15 °C | realistischer Wert für Mai und September | fehlt oft, dann ist nur der Schönwetterwert angegeben |
| Heizleistung bei Luft 27 °C | Nennbedingung, Bestfall | nicht mit der 15-°C-Leistung verwechseln |
| COP bei beiden Bedingungen | Effizienz, nicht Leistung | Teillast-COP über 10 ist ein Marketingwert |
| Material des Wärmetauschers | Korrosionsbeständigkeit | Titan, alles andere ist ein Ausschlusskriterium |
| Kältemittel und GWP | F-Gase-Verordnung, Umweltwirkung | R32 mit GWP 675, R290 mit GWP 3 |
| Schalldruckpegel in 1 m | Nachbarschaft und TA Lärm | Angaben in 10 m klingen besser, sind aber schwer vergleichbar |
| Nenndurchfluss in m³/h | Abgleich mit der Filterpumpe | zu wenig Durchfluss führt zu Störabschaltungen |
| Maximale Leistungsaufnahme in kW | Absicherung und Stromkreis | bestimmt, ob 230 V reichen |
| Untere Betriebsgrenze der Lufttemperatur | Saisonlänge | meist 5 bis 10 °C |
Die Grundlagen zur Gerätegattung, also Aufbau, Kältekreis und Marktüberblick, haben wir im Ratgeber zur Pool-Wärmepumpe zusammengestellt. Dieser Text hier geht einen Schritt weiter und arbeitet die Kaufentscheidung für das Segment ab, in dem Steinbach verkauft: kleine bis mittlere Gartenpools, Aufstellung im Freien, Anschluss an eine vorhandene Filteranlage.
Erst die Abdeckung, dann die Wärmepumpe
Der größte Wärmeverlust eines Freibads ist nicht die Wärmeleitung ins Erdreich und auch nicht die Abstrahlung, sondern die Verdunstung an der Wasseroberfläche. Sie macht bei einem offenen Außenpool grob 50 bis 70 Prozent des gesamten Verlusts aus. Jedes Kilogramm verdunstendes Wasser entzieht dem Becken rund 0,68 kWh, und ein 18 m² großer Pool verdunstet an einem warmen, windigen Tag ohne Weiteres 3 bis 6 Millimeter, also 54 bis 108 Liter.
Deshalb gilt die unbequeme Reihenfolge: Eine Abdeckung ist die erste Anschaffung, die Wärmepumpe die zweite. Wer umgekehrt vorgeht, kauft ein Gerät, das doppelt so groß sein muss und in der Saison das Dreifache an Strom zieht.
| Maßnahme | Verbleibender Wärmebedarf | Anmerkung |
|---|---|---|
| Pool ohne Abdeckung | 100 % | Referenz, Verdunstung dominiert |
| Solar- oder Luftpolsterfolie, dauerhaft aufgelegt | 35 bis 50 % | günstigste wirksame Maßnahme, gewinnt zusätzlich solare Wärme |
| Rollladenabdeckung | 30 bis 45 % | komfortabel, deutlich teurer, dichtet besser ab |
| Abdeckung nur nachts | 55 bis 70 % | nachts ist der Verlust am größten, tagsüber heizt die Sonne |
| Windschutz an der Wetterseite | 85 bis 95 % | Wind treibt die Verdunstung, wirkt aber nur ergänzend |
| Pool 1 Kelvin kühler fahren | etwa 90 % | 28 statt 29 °C spart spürbar und fällt kaum auf |
Die Faustregel lautet also: Eine Abdeckung halbiert den Wärmebedarf mindestens, bei konsequenter Nutzung senkt sie ihn um bis zu zwei Drittel. Eine einfache Solarfolie kostet je nach Größe 30 bis 150 Euro, eine Rollladenabdeckung 1.500 bis 5.000 Euro. Selbst die teure Variante rechnet sich schneller als eine Wärmepumpe, die eine offene Wasserfläche gegen die Verdunstung anheizt.
Leistung wählen: Wasserfläche statt Volumen
Fast alle Faustformeln im Handel rechnen mit dem Beckenvolumen, weil das die Zahl ist, die jeder Poolbesitzer kennt. Physikalisch ist das die falsche Bezugsgröße. Das Volumen bestimmt nur, wie lange das erstmalige Aufheizen dauert. Der laufende Wärmebedarf, den die Wärmepumpe Tag für Tag decken muss, hängt an der Wasserfläche, weil dort Verdunstung, Konvektion und Abstrahlung stattfinden. Ein flaches Becken mit großer Fläche verliert mehr Wärme als ein tiefes mit gleichem Inhalt.
- Formel für den Dauerbetrieb: Wasserfläche in m² × 0,3 kW = Heizleistung bei dauerhaft abgedecktem Pool
- Ohne Abdeckung: Wasserfläche in m² × 0,45 kW
- Zuschlag: plus 10 bis 20 Prozent bei windexponierter Lage, Nordhang oder Beschattung durch Bäume
- Abschlag: minus 10 Prozent bei vollsonniger, windgeschützter Südlage
| Pool | Wasserfläche | Inhalt | Heizleistung mit Abdeckung | ohne Abdeckung |
|---|---|---|---|---|
| Rundpool Ø 3,66 m | 10 m² | ca. 8.000 l | 3 bis 4 kW | 5 bis 6 kW |
| Rundpool Ø 4,57 m | 16 m² | ca. 15.000 l | 4 bis 5 kW | 7 bis 9 kW |
| Rechteckbecken 6 × 3 m | 18 m² | ca. 19.000 l | 5 bis 6 kW | 8 bis 10 kW |
| Rechteckbecken 8 × 4 m | 32 m² | ca. 40.000 l | 8 bis 10 kW | 14 bis 16 kW |
| Rechteckbecken 10 × 5 m | 50 m² | ca. 67.000 l | 12 bis 15 kW | 21 bis 25 kW |
Wichtig ist, auf welche Bedingung sich die Kilowattangabe bezieht. Hersteller nennen die Heizleistung meist bei zwei Prüfbedingungen, typischerweise bei 27 °C Luft und bei 15 °C Luft, jeweils bei rund 26 °C Wassertemperatur. Zwischen beiden Werten liegen schnell 30 bis 40 Prozent. Wenn ein Datenblatt nur eine einzige Zahl nennt, ist es fast immer der günstigere 27-°C-Wert. Dimensionieren Sie nach dem 15-°C-Wert, denn genau dann brauchen Sie die Leistung.
COP 4 bis 6, Lufttemperatur und die Saison
Pool-Wärmepumpen werben mit COP-Werten von 4 bis 6, während eine Gebäudewärmepumpe im Jahresmittel bei 3 bis 4 landet. Das liegt nicht an besserer Technik, sondern an der Physik der Aufgabe. Eine Heizungswärmepumpe hebt Wärme von 0 °C Außenluft auf 40 °C Vorlauf, also über rund 40 Kelvin. Eine Pool-Wärmepumpe hebt von 22 °C Luft auf 27 °C Wasser, also über etwa 5 Kelvin. Je kleiner der Hub, desto höher die Leistungszahl.
Daraus folgt zweierlei. Erstens ist der COP einer Pool-Wärmepumpe nicht mit der Jahresarbeitszahl einer Monoblock-Wärmepumpe fürs Haus vergleichbar, auch wenn die Zahl größer aussieht. Zweitens ist der COP ein Punktwert bei einer definierten Bedingung, kein Saisonwert. Eine der SCOP entsprechende Kennzahl gibt es für Poolgeräte nicht.
| Lufttemperatur | Wassertemperatur | Typischer COP | Verfügbare Heizleistung | Praxis |
|---|---|---|---|---|
| 10 °C | 26 °C | 3,0 bis 3,5 | ca. 55 % der Nennleistung | Betriebsgrenze, kaum wirtschaftlich |
| 15 °C | 26 °C | 4,0 bis 4,5 | ca. 70 % | Mai und September, Auslegungsfall |
| 20 °C | 26 °C | 4,5 bis 5,5 | ca. 85 % | typischer deutscher Sommertag |
| 24 °C | 26 °C | 5,0 bis 6,0 | ca. 100 % | Hochsommer |
| 27 °C | 26 °C | 5,5 bis 6,5 | ca. 110 % | häufige Nennbedingung im Prospekt |
Ein zweiter Punkt zum COP: Bei Inverter-Geräten steht im Prospekt gelegentlich ein COP von 10 bis 16. Dieser Wert gilt bei minimaler Verdichterdrehzahl und maximaler Lufttemperatur. Er ist nicht gelogen, aber für das Aufheizen völlig irrelevant, weil das Gerät dabei mit voller Leistung läuft. Bewerten Sie Geräte nach dem COP bei Volllast und 15 °C Luft.
Für die Saison heißt das: In Deutschland liegen die Tagesmitteltemperaturen von Mai bis September zuverlässig über 12 °C, im April und Oktober oft darunter. Wer die Saison an den Rändern verlängern will, gewinnt mit einer Abdeckung mehr als mit zwei zusätzlichen Kilowatt Heizleistung. Und eine Förderung gibt es dafür nicht: Die BEG-Förderung des BAFA und die 65-Prozent-Regel des Gebäudeenergiegesetzes gelten für die Gebäudeheizung, nicht für die Beheizung eines Schwimmbeckens.
Full-Inverter, On/Off und Lautstärke
Der wichtigste Bauartunterschied im Poolsegment betrifft den Verdichter. On/Off-Geräte laufen entweder mit voller Leistung oder gar nicht und regeln über Takten. Full-Inverter-Geräte fahren die Drehzahl stufenlos herunter, sobald die Solltemperatur nahezu erreicht ist. Daneben gibt es Zwischenlösungen, die nur wenige feste Stufen kennen.
| Bauart | Regelung | Schalldruck in 1 m | Verhalten im Haltebetrieb | Preisniveau der Kategorie |
|---|---|---|---|---|
| On/Off | ein oder aus | etwa 50 bis 58 dB(A) | häufiges Takten, konstant laut | 400 bis 900 Euro |
| Teil-Inverter, feste Stufen | 2 bis 3 Stufen | etwa 45 bis 54 dB(A) | weniger Takte, hörbare Sprünge | 700 bis 1.400 Euro |
| Full-Inverter | stufenlos, etwa 20 bis 100 % | etwa 38 bis 48 dB(A) | läuft leise durch, hält die Temperatur konstant | 900 bis 2.500 Euro |
Lautstärke ist im Garten kein Nebenthema. Die TA Lärm setzt für allgemeine Wohngebiete Immissionsrichtwerte von 55 dB(A) tagsüber und 40 dB(A) nachts an, in reinen Wohngebieten 50 und 35 dB(A), jeweils am Immissionsort, also am Fenster des Nachbarn. Der Schalldruck fällt mit der Entfernung ab, bei Verdopplung des Abstands um rund 6 dB. Ein Gerät mit 50 dB(A) in einem Meter liegt in acht Metern rechnerisch bei etwa 32 dB(A), sofern nichts reflektiert. Eine Hauswand im Rücken macht das wieder zunichte.
Praktische Konsequenzen: Stellen Sie das Gerät nicht in eine Ecke zwischen zwei Wänden, halten Sie mindestens 50 cm hinter dem Verdampfer und 2 bis 3 m vor dem Ventilator frei, und nutzen Sie den Nachtmodus, falls vorhanden. Von geschlossenen Einhausungen raten wir ab, sie ersticken die Luftansaugung. Was bei Gebäudegeräten möglich ist und was nicht, zeigt unser Ratgeber zur Schallschutzhaube für Wärmepumpen.
Zum Kältemittel: Poolgeräte arbeiten heute überwiegend mit R32, zunehmend auch mit dem natürlichen Kältemittel Propan. Die F-Gase-Verordnung der EU drückt die zulässigen Treibhauspotenziale schrittweise nach unten, weshalb R290 auch hier an Bedeutung gewinnt. Was das für Aufstellung und Sicherheitsabstände bedeutet, erklären wir bei der R290-Wärmepumpe.
Titan-Wärmetauscher, Bypass und Durchfluss
Warum nur Titan hält
Poolwasser ist aggressiv. Freies Chlor, Chloride aus Salzelektrolyse, schwankender pH-Wert und gelöster Sauerstoff greifen fast jedes Metall an. Kupferwärmetauscher korrodieren binnen einer Saison, Edelstahl bekommt Lochfraß entlang der Chloridkonzentration, nickelbeschichtete Rohre verlieren die Beschichtung an den Kanten. Titan bildet eine passive Oxidschicht, die sich nach einer Verletzung selbst wieder schließt, und ist deshalb der einzige dauerhaft geeignete Werkstoff.
Achten Sie auf die Formulierung im Datenblatt. „Titan-Wärmetauscher“ meint das Rohr im Wasserkreis. Manche Geräte werben mit einem Titangehäuse oder einer Titanbeschichtung, das ist etwas anderes. Steht dort nur „Spezialwärmetauscher“ oder gar nichts, kaufen Sie das Gerät nicht.
Bypass mit Drei-Wege-Anordnung
Die Wärmepumpe wird nicht in die Hauptleitung gesetzt, sondern in einen Bypass hinter Filter und vor die Salzelektrolyse oder Dosieranlage. Der Bypass besteht aus drei Ventilen: eines in der Hauptleitung zwischen Zu- und Rücklauf des Bypasses, je eines im Zulauf und im Rücklauf. Durch schrittweises Schließen des mittleren Ventils leiten Sie so viel Wasser durch die Wärmepumpe, wie das Gerät braucht, und lassen den Rest direkt zum Becken laufen.
- Reihenfolge im Kreis: Skimmer, Pumpe, Filter, Wärmepumpe, Dosierung, Einlaufdüsen
- Die Dosierung gehört hinter die Wärmepumpe, damit kein hoch konzentriertes Chlor durch den Tauscher läuft
- Beide Verschraubungen am Gerät sollten sich ohne Werkzeug lösen lassen, das erleichtert die Einwinterung
- Ein Rückschlagventil verhindert, dass Wasser aus dem Gerät zurückläuft
Durchfluss richtig einstellen
Der Wärmetauscher hebt das durchströmende Wasser bei richtigem Durchfluss nur um 0,5 bis 2 Kelvin an. Das ist gewollt. Zu wenig Durchfluss lässt die Temperaturdifferenz steigen, der Hochdruckwächter schaltet ab. Zu viel Durchfluss kostet unnötig Pumpenstrom. Rechnerisch gilt: Heizleistung in Watt geteilt durch 1,16 und geteilt durch die gewünschte Temperaturdifferenz ergibt den Durchfluss in Litern pro Stunde.
Beispiel: 6.000 W / 1,16 / 1 K = rund 5.170 l/h, also etwa 5,2 m³/h. Ihre Filterpumpe muss diesen Wert nach Abzug des Filterdruckverlusts noch liefern. Prüfen Sie das an der Pumpenkennlinie, nicht an der Typenschildangabe, denn die gilt ohne Gegendruck. Und beachten Sie: Die Wärmepumpe heizt nur, solange die Filterpumpe läuft. Eine Filterlaufzeit von 8 Stunden reicht nicht, wenn die Rechnung 29 Stunden Aufheizzeit ergibt.
Stromanschluss, Frostschutz und Einwinterung
Elektroanschluss nach VDE 0100-702
Für elektrische Anlagen in der Umgebung von Schwimmbecken gilt DIN VDE 0100-702. Die Norm teilt das Umfeld in Schutzbereiche ein und legt fest, welche Betriebsmittel dort zulässig sind. Für den Poolbesitzer sind drei Punkte entscheidend:
- FI-Schutz: Der Stromkreis ist über einen Fehlerstrom-Schutzschalter mit einem Bemessungsdifferenzstrom von höchstens 30 mA zu schützen. Das ist keine Empfehlung, sondern Normvorgabe.
- Schutzbereiche: Steckdosen und Schaltgeräte gehören außerhalb des unmittelbaren Beckenbereichs, üblich sind mindestens 2 m Abstand zum Beckenrand bei oberirdischen Becken.
- Potentialausgleich: Leitfähige Teile im Umfeld des Beckens sind in den zusätzlichen Schutzpotentialausgleich einzubeziehen.
Geräte bis etwa 3 kW elektrischer Aufnahme laufen an 230 V mit einer üblichen 16-A-Absicherung, größere brauchen einen Drehstromanschluss. Die Errichtung des Stromkreises gehört in jedem Fall zu einer Elektrofachkraft. Kabeltrommeln, Mehrfachsteckdosen und Verlängerungen im Freien sind keine zulässige Dauerlösung.
Zum häufig zitierten §14a EnWG: Die Regeln für steuerbare Verbrauchseinrichtungen greifen ab 4,2 kW elektrischer Anschlussleistung. Die meisten Pool-Wärmepumpen für private Becken bleiben darunter und sind damit nicht betroffen. Bei großen Geräten fragen Sie vor dem Kauf beim Netzbetreiber nach, ob eine Anmeldung erforderlich ist.
Frostschutz und Einwinterung
Der mit Abstand häufigste Totalschaden an Pool-Wärmepumpen entsteht im Winter, nicht im Betrieb. Bleibt Wasser im Titanwärmetauscher stehen und gefriert, sprengt das Eis die Rohre auf. Der Schaden fällt erst im Frühjahr auf, wenn das Gerät Wasser verliert, und ist praktisch immer ein wirtschaftlicher Totalschaden.
- Vor dem ersten Frost beide Verschraubungen lösen und den Tauscher vollständig entleeren
- Bypass-Ventile schließen, damit kein Wasser nachläuft
- Gerät spannungsfrei schalten
- Abdeckung nur luftdurchlässig, eine dichte Plane erzeugt Kondenswasser im Gehäuse
- Kondensatablauf freihalten, das Gerät produziert im Betrieb mehrere Liter Kondensat pro Stunde
Zum Kondensat noch ein Hinweis, weil er regelmäßig für Verwirrung sorgt: Eine Pool-Wärmepumpe kühlt die Umgebungsluft stark ab, deshalb tropft es unter dem Gerät. Das ist kein Leck im Wasserkreis, sondern ausgefallene Luftfeuchte. Prüfen können Sie das im laufenden Betrieb, indem Sie das Wasser auf Chlorgeruch testen.
Aufheizzeit und Stromkosten berechnen
Die Rechnung ist einfach und Sie sollten sie vor dem Kauf einmal selbst machen, denn sie zeigt schneller als jeder Prospekt, ob eine Leistungsklasse zu Ihrem Becken passt:
- Wärmemenge: kWh = Poolinhalt in Litern × Temperaturdifferenz in Kelvin × 1,16 / 1000
- Aufheizzeit: Stunden = Wärmemenge in kWh / Heizleistung in kW
- Stromverbrauch: kWh Strom = Wärmemenge / COP
- Praxiszuschlag: 20 bis 40 Prozent, weil der Pool während des Aufheizens weiter Wärme verliert
| Poolinhalt | Wärme für +8 K | Angesetzte Heizleistung | Reine Aufheizzeit | Strom bei COP 5 | Kosten bei 0,35 €/kWh |
|---|---|---|---|---|---|
| 8.000 l | 74 kWh | 4 kW | rund 19 h | 15 kWh | rund 5 € |
| 15.000 l | 139 kWh | 5 kW | rund 28 h | 28 kWh | rund 10 € |
| 19.000 l | 176 kWh | 6 kW | rund 29 h | 35 kWh | rund 12 € |
| 40.000 l | 371 kWh | 9 kW | rund 41 h | 74 kWh | rund 26 € |
| 67.000 l | 622 kWh | 14 kW | rund 44 h | 124 kWh | rund 44 € |
Zwei Lehren stecken in dieser Tabelle. Erstens: Das erstmalige Aufheizen dauert bei jeder vernünftig dimensionierten Anlage ein bis zwei volle Tage. Wer das auf einen Nachmittag verkürzen will, müsste die Leistung vervielfachen und bezahlte dann die ganze Saison eine überdimensionierte Maschine. Zweitens: Die reinen Energiekosten sind moderat, solange der Pool abgedeckt ist. Teuer wird nicht das Aufheizen, sondern das dauerhafte Nachheizen einer offenen Wasserfläche.
Über die Saison liegt der Wärmebedarf eines abgedeckten Beckens mit rund 18 m² Fläche erfahrungsgemäß bei 1.000 bis 2.500 kWh, das entspricht bei COP 5 rund 200 bis 500 kWh Strom oder 70 bis 175 Euro. Ohne Abdeckung ist grob das Dreifache anzusetzen. Weil der Bedarf tagsüber anfällt, passt eine Pool-Wärmepumpe gut zu eigenem Solarstrom, etwa aus einer Solaranlage im Garten. Mit Überschussstrom sinken die laufenden Kosten auf einen Bruchteil.
Hinweis: Wir nennen bewusst keine Modellnummern, keine Gerätepreise und keine Testergebnisse einzelner Produkte. Alle Leistungs- und Verbrauchswerte in diesem Text sind gerechnete Kategoriewerte. Maßgeblich ist immer das Datenblatt des Geräts, das Sie kaufen.
Typische Fehler
1. Nach Beckenvolumen statt nach Wasserfläche auslegen
Das Volumen bestimmt nur die Aufheizzeit. Der tägliche Verlust entsteht an der Oberfläche. Zwei Becken mit je 19.000 Litern, eines 6 × 3 m flach, eines 4 × 3 m tief, haben denselben Inhalt, aber einen um die Hälfte unterschiedlichen Dauerbedarf.
2. Die Wärmepumpe vor der Abdeckung kaufen
Die Abdeckung senkt den Bedarf um die Hälfte bis zwei Drittel und kostet einen Bruchteil. Wer sie nachträglich anschafft, hat ein zu groß dimensioniertes Gerät bezahlt, das anschließend ineffizient in Teillast taktet.
3. Nur den Prospekt-COP vergleichen
Ein COP von 6 bei 27 °C Luft und ein COP von 6 bei minimaler Inverterdrehzahl sind zwei völlig verschiedene Aussagen. Vergleichbar sind Geräte nur bei gleicher Prüfbedingung, sinnvollerweise bei 15 °C Luft und voller Leistung.
4. Filterlaufzeit und Heizbedarf nicht abgleichen
Ohne Durchfluss keine Heizung. Wenn die Zeitschaltuhr die Filterpumpe für 8 Stunden freigibt, die Aufheizrechnung aber 29 Stunden ergibt, dauert das Aufheizen vier Tage. Passen Sie die Laufzeit an und prüfen Sie, ob die Pumpe den Nenndurchfluss der Wärmepumpe überhaupt liefert.
Vorteile und Nachteile
✓ Vorteile
- COP von 4 bis 6, weil der Temperaturhub zwischen Luft und Poolwasser nur etwa 5 Kelvin beträgt
- Saisonkosten von rund 70 bis 175 Euro für ein abgedecktes Becken mit 18 m² Wasserfläche
- Bedarf fällt tagsüber an und passt damit sehr gut zu eigenem Solarstrom
- Einbau in den Bypass der vorhandenen Filteranlage ohne Eingriff in die Gebäudetechnik
- Full-Inverter-Geräte halten die Temperatur konstant und arbeiten mit 38 bis 48 dB(A) in einem Meter deutlich leiser als taktende On/Off-Geräte
✕ Nachteile
- Praktische Saison nur von Mai bis September, unter 10 °C Lufttemperatur bleibt rund die Hälfte der Nennleistung übrig
- Ohne Abdeckung verdreifacht sich der Verbrauch, die Verdunstung dominiert alle anderen Verluste
- Erstmaliges Aufheizen dauert je nach Becken 19 bis 44 Stunden reine Laufzeit
- Filterpumpe muss währenddessen mitlaufen und verursacht zusätzlichen Stromverbrauch
- Keine Förderung: BEG und die 65-Prozent-Regel des GEG gelten nur für die Gebäudeheizung
Fazit
Wärmepumpe Steinbach: solide Einstiegsklasse, wenn Sie richtig dimensionieren
Für private Gartenpools ist eine Luft-Wasser-Wärmepumpe die mit Abstand effizienteste Heizung, und Steinbach bedient als österreichischer Poolausstatter genau dieses Einsteiger- bis Mittelklassesegment. Entscheidend ist nicht die Marke, sondern die Auslegung nach Wasserfläche, ein Titan-Wärmetauscher und die Heizleistung bei 15 °C Luft. Prüfen Sie diese drei Punkte im aktuellen Datenblatt, weil sich das Sortiment jährlich ändert.
Kaufen Sie zuerst die Abdeckung, rechnen Sie danach die Leistung aus Wasserfläche mal 0,3 kW, und wählen Sie im Zweifel ein Full-Inverter-Gerät. Es kostet mehr, hält die Temperatur konstant und bleibt in der Nachbarschaft unauffällig. Für den Kältemittelvergleich und die Frage, warum R290 auch im Poolsegment vorrückt, lohnt der Blick in unsere Ratgeber zur Pool-Wärmepumpe und zur R290-Wärmepumpe.
Weiterführende Links und Quellen
- Pool-Wärmepumpe im Überblick, Monoblock-Wärmepumpe, R290-Wärmepumpe, Schallschutzhaube für Wärmepumpen, Solaranlage für den Garten
- DIN VDE 0100-702, Errichten von Niederspannungsanlagen, Anforderungen für Schwimmbecken und andere Becken
- TA Lärm, Technische Anleitung zum Schutz gegen Lärm, Immissionsrichtwerte für Wohngebiete
- Verordnung (EU) 2024/573 über fluorierte Treibhausgase, Ausstiegspfad für Kältemittel mit hohem GWP
- Umweltbundesamt, Informationen zu Kältemitteln und Wärmepumpen
- BAFA, Bundesförderung für effiziente Gebäude, zur Abgrenzung: Schwimmbadheizungen sind nicht förderfähig
- Unsere Methodik, wie wir bewerten und worauf wir uns stützen
Häufige Fragen
Wie gut ist eine Wärmepumpe von Steinbach?
Steinbach ist ein österreichischer Poolausstatter, dessen Wärmepumpen im Einsteiger- bis Mittelklassesegment positioniert sind. Eine pauschale Bewertung ist unseriös, weil das Sortiment jährlich wechselt. Prüfen Sie stattdessen im aktuellen Datenblatt vier Punkte: Titan-Wärmetauscher, angegebene Heizleistung bei Luft 15 °C statt nur bei 27 °C, Schalldruckpegel in einem Meter Abstand und den geforderten Nenndurchfluss.
Was bedeutet die Zahl 5000 bei der Steinbach Wärmepumpe?
Ziffern in Produktnamen von Pool-Wärmepumpen stehen je nach Hersteller und Baureihe für unterschiedliche Dinge: für die Heizleistung in Watt, für das maximal empfohlene Beckenvolumen in Litern oder schlicht für eine Serienkennung. Welche Bedeutung im konkreten Fall gilt, steht nur im Datenblatt des jeweiligen Modelljahres. Rechnen Sie Ihren Bedarf immer selbst nach der Wasserfläche nach, statt sich auf eine Zahl im Namen zu verlassen.
Wofür steht Solid 4 3 bei einer Steinbach Wärmepumpe?
Bezeichnungen wie Solid mit einer nachgestellten Zahl kombinieren üblicherweise einen Baureihennamen mit einer Leistungsangabe, bei Pool-Wärmepumpen oft der Nennheizleistung in Kilowatt. Sicher ist das nicht, und wir raten davon ab, aus dem Namen auf technische Werte zu schließen. Maßgeblich sind die im Datenblatt genannten Heizleistungen bei beiden Prüfbedingungen sowie die maximale elektrische Leistungsaufnahme.
Welche Leistung braucht meine Pool-Wärmepumpe?
Rechnen Sie mit der Wasserfläche, nicht mit dem Volumen, denn der größte Verlust ist die Verdunstung an der Oberfläche. Als Faustregel gelten rund 0,3 kW Heizleistung je Quadratmeter Wasserfläche bei dauerhaft abgedecktem Pool und rund 0,45 kW je Quadratmeter ohne Abdeckung. Ein Becken von 6 mal 3 Metern hat 18 m² und braucht damit etwa 5 bis 6 kW mit Abdeckung.
Wie lange braucht eine Pool-Wärmepumpe zum Aufheizen?
Die Wärmemenge ergibt sich aus Litern mal Temperaturdifferenz mal 1,16 geteilt durch 1000. Für 19.000 Liter und 8 Kelvin sind das 176 kWh, bei 6 kW Heizleistung also rund 29 Stunden reine Laufzeit. Rechnen Sie in der Praxis 20 bis 40 Prozent Zuschlag ein, weil der Pool während des Aufheizens weiter Wärme an Luft und Erdreich verliert.
Was kostet der Betrieb einer Pool-Wärmepumpe im Sommer?
Für ein abgedecktes Becken von rund 18 m² Wasserfläche liegt der Saisonbedarf typischerweise bei 1.000 bis 2.500 kWh Wärme. Bei einem COP von 5 sind das 200 bis 500 kWh Strom, also etwa 70 bis 175 Euro bei 0,35 Euro je Kilowattstunde. Ohne Abdeckung verdreifachen sich diese Werte grob. Eigener Solarstrom senkt die Kosten deutlich, weil der Bedarf tagsüber anfällt.
Ab welcher Außentemperatur arbeitet eine Pool-Wärmepumpe noch?
Die meisten Geräte geben eine untere Betriebsgrenze zwischen 5 und 10 °C Lufttemperatur an. Technisch laufen sie dort noch, liefern aber nur etwa die Hälfte der Nennleistung bei deutlich niedrigerem COP. In Deutschland ist die sinnvolle Saison damit Mai bis September. Wer im April oder Oktober schwimmen will, braucht vor allem eine gute Abdeckung, nicht mehr Kilowatt.
Braucht eine Pool-Wärmepumpe einen Elektriker?
Für den Anschluss ja. Im Umfeld von Becken gilt VDE 0100-702 mit definierten Schutzbereichen, und der Stromkreis muss über einen FI-Schutzschalter mit 30 mA Bemessungsdifferenzstrom abgesichert sein. Geräte mit einem Schuko-Stecker dürfen Sie in eine vorschriftsmäßig errichtete Außensteckdose stecken, aber die Errichtung genau dieses Stromkreises gehört in die Hand einer Elektrofachkraft. Verlängerungskabel und Kabeltrommeln sind keine Lösung.
Muss die Filterpumpe laufen, wenn die Wärmepumpe heizt?
Ja, zwingend. Die Wärmepumpe hat keine eigene Umwälzung, sie hängt im Bypass der Filteranlage. Ohne Durchfluss schaltet der Strömungswächter ab, im schlechtesten Fall überhitzt der Wärmetauscher. Planen Sie die Laufzeit der Filterpumpe deshalb nach dem Heizbedarf und nicht nur nach der Filterregel, sonst kommt die berechnete Aufheizzeit nie zusammen.
Wie überwintere ich eine Pool-Wärmepumpe?
Entleeren Sie den Wärmetauscher vollständig, bevor der erste Frost kommt. Restwasser im Titanrohr gefriert, dehnt sich aus und reißt den Tauscher auf, das ist der häufigste Totalschaden. Lösen Sie dazu die Verschraubungen oder öffnen Sie die Ablassschraube, schließen Sie das Bypass-Ventil, trennen Sie das Gerät vom Netz und decken Sie es luftdurchlässig ab.