DURCHLAUFERHITZER

Stromverbrauch Durchlauferhitzer: so rechnen Sie kWh und Kosten aus

Elektronischer Durchlauferhitzer an der Wand über einem Waschbecken
Der Verbrauch hängt an den erwärmten Litern und der Temperaturdifferenz, nicht an der kW-Zahl des Geräts, Foto: Pexels

Der Stromverbrauch eines Durchlauferhitzers lässt sich exakt ausrechnen, ohne Messgerät und ohne Schätzung. Sie brauchen nur drei Zahlen: die erwärmte Wassermenge, die Temperaturdifferenz zwischen Zulauf und Auslauf und den Strompreis. Wer diese Rechnung einmal versteht, durchschaut auch die häufigsten Irrtümer, etwa den Glauben, ein 24-kW-Gerät verbrauche zwangsläufig mehr als ein 18-kW-Gerät.

Dieser Ratgeber liefert die Formel, rechnet Dusche, Vollbad und Handwäsche konkret durch und schätzt die Jahreskosten für einen, zwei und vier Personen ab. Danach ordnen wir ehrlich ein, wo der Durchlauferhitzer gegenüber einem Warmwasserspeicher und einer Warmwasser-Wärmepumpe steht, und welche Maßnahmen wirklich Geld sparen.

Die Formel: so berechnen Sie den Verbrauch

Der Stromverbrauch eines Durchlauferhitzers ist reine Physik. Um Wasser zu erwärmen, brauchen Sie eine Energiemenge, die von genau zwei Dingen abhängt: wie viel Wasser Sie erwärmen und um wie viele Grad. Das Gerät selbst hat darauf keinen Einfluss, es setzt den Strom nur fast vollständig in Wärme um. Der Wirkungsgrad eines elektrischen Durchlauferhitzers liegt bei rund 99 Prozent.

Die Rechenregel lautet:

GrößeWert
Energie je AnwendungLiter × Temperaturdifferenz × 1,16 ÷ 1000 = kWh
Faktor 1,16Wärmekapazität von Wasser: 1,16 Wh je Liter und Kelvin
TemperaturdifferenzAuslauftemperatur minus Kaltwassertemperatur, in Kelvin
Kaltwasser im Winterrund 8 bis 12 Grad
Kaltwasser im Sommerrund 15 bis 18 Grad

Der Faktor 1,16 stammt aus der spezifischen Wärmekapazität von Wasser. Ein Liter Wasser um ein Kelvin zu erwärmen kostet 1,16 Wattstunden. Weil Kaltwasser im Winter kälter ist als im Sommer, steigt Ihr Verbrauch in der kalten Jahreszeit für dieselbe Dusche an. Genau diese Temperaturdifferenz macht den Unterschied zwischen Sommer und Winter aus, nicht das Gerät.

Verbrauch pro Anwendung: Dusche, Bad, Hände

Setzen wir die Formel in konkrete Zahlen um. Als Kaltwassertemperatur nehmen wir 12 Grad, als Duschtemperatur 38 Grad, das ergibt eine Differenz von 26 Kelvin. Der Strompreis in der Tabelle ist 0,35 Euro je Kilowattstunde, ein realistischer Haushaltswert für 2026.

AnwendungWassermengeDifferenzVerbrauchKosten (0,35 €/kWh)
Hände waschen, warm3 l25 K0,09 kWh0,03 €
Von Hand spülen15 l30 K0,52 kWh0,18 €
Sparsame Dusche, 5 Min, 8 l/min40 l26 K1,21 kWh0,42 €
Lange Dusche, 8 Min, 12 l/min96 l26 K2,90 kWh1,01 €
Vollbad150 l30 K5,22 kWh1,83 €

Die Spanne ist enorm. Eine sparsame Dusche kostet etwa 0,42 Euro, dieselbe Person mit Regenbrause und acht Minuten Duschzeit landet bei über einem Euro, und ein Vollbad kostet fast so viel wie vier sparsame Duschen. Wer den Verbrauch senken will, muss also an der Wassermenge und der Duschdauer ansetzen. Wie stark die Brause dabei zählt, zeigen wir im Ratgeber zum Durchlauferhitzer für die Dusche. Für die teuerste Anwendung, das Baden, lohnt der Blick in unseren Beitrag zum Durchlauferhitzer für die Badewanne.

Duschkopf im Bad mit fließendem warmem Wasser
Duschdauer und Durchflussmenge bestimmen den Verbrauch, nicht die Wattzahl des Durchlauferhitzers, Foto: Pexels

Warum 18, 21 oder 24 kW nur das Tempo ändern

Ein hartnäckiger Irrtum: dass ein 24-kW-Durchlauferhitzer mehr Strom verbrauche als ein 18-kW-Gerät. Das stimmt nicht. Die kW-Zahl ist die maximale Leistung, mit der das Gerät Wasser erwärmt, also das Tempo. Sie bestimmt, wie viele Liter pro Minute Sie warm bekommen. Die Energie je erwärmtem Liter bleibt gleich, denn diese hängt nur an der Temperaturdifferenz.

GeräteleistungWarmwasser bei 26 K ErwärmungEnergie je LiterEignung
18 kWrund 9,9 l/min0,030 kWhWaschtisch, kleine Dusche
21 kWrund 11,6 l/min0,030 kWhStandarddusche im Bad
24 kWrund 13,3 l/min0,030 kWhkomfortable Dusche, Regenbrause

Die mittlere Spalte zeigt: Die Energie je Liter ist in allen drei Zeilen identisch. Ein stärkeres Gerät liefert nur mehr warme Liter gleichzeitig. Wer eine große Regenbrause mit 15 l/min versorgen will, braucht die 24 kW, sonst wird das Wasser bei kaltem Zulauf nicht heiß genug. Höher ist der Verbrauch dadurch nicht, nur der Komfort. Wichtig ist, dass die Anschlussleistung überhaupt zulässig ist: Geräte ab etwa 11 kW brauchen einen Drehstromanschluss mit 400 Volt und müssen beim Netzbetreiber angemeldet werden. Was einphasig noch geht, erklären wir im Ratgeber zum Durchlauferhitzer mit 230 Volt.

Hydraulisch oder elektronisch geregelt

Bei der Regelung gibt es einen echten, wenn auch kleinen Verbrauchsunterschied. Er entsteht nicht durch die Physik der Erwärmung, sondern durch die Genauigkeit, mit der das Gerät die Zieltemperatur trifft.

BauartTemperaturgenauigkeitVerhaltenSparpotenzial
Hydraulisch geregeltgrob, in Stufenüberhitzt oft, Kaltwasser wird zugemischtgering
Vollelektronisch geregeltgradgenau, meist ±1 Khält die Zieltemperatur konstanteinige Prozent, bis rund 10 %

Ein hydraulisches Gerät schaltet die Heizstufen allein nach der Durchflussmenge. Es liefert deshalb oft heißeres Wasser als gewünscht, das Sie dann am Hahn mit Kaltwasser herunterregeln. Diese Übererwärmung ist verschwendete Energie. Ein vollelektronisches Gerät misst Zulauftemperatur und Durchfluss und regelt exakt auf die eingestellte Temperatur. Sie mischen weniger kalt hinzu, also heizen Sie weniger unnötig auf. Über ein Jahr summiert sich das auf einige Prozent des Warmwasserstroms.

Das Kaltwassersandwich als Verlustquelle

Ein typisches Ärgernis hydraulischer Geräte ist das sogenannte Kaltwassersandwich. Wenn Sie beim Einseifen das Wasser kurz abstellen und dann wieder aufdrehen, kommt zuerst ein Schwall abgekühltes Wasser aus der Leitung, danach neu erhitztes, und dazwischen liegt eine kalte Schicht. Sie regeln nach, verbrauchen Wasser beim Warten und heizen die nächste Schicht wieder hoch. Vollelektronische Geräte dämpfen diesen Effekt durch schnelleres Nachregeln spürbar, ganz vermeiden lässt er sich nicht.

Jahreskosten für 1, 2 und 4 Personen

Aus dem Verbrauch pro Dusche wird ein Jahreswert, sobald Sie die Duschgewohnheiten hochrechnen. Als Faustzahl fallen pro Person und Jahr rund 400 bis 600 Kilowattstunden für Warmwasser an, wenn täglich geduscht wird. Wer selten und kurz duscht, liegt darunter, wer täglich lange und heiß duscht oder oft badet, darüber. Die folgende Tabelle rechnet mit einem mittleren Wert und drei Strompreisen.

HaushaltWarmwasserstrom pro Jahr0,30 €/kWh0,35 €/kWh0,40 €/kWh
1 Personrund 500 kWh150 €175 €200 €
2 Personenrund 1.000 kWh300 €350 €400 €
3 Personenrund 1.500 kWh450 €525 €600 €
4 Personenrund 2.000 kWh600 €700 €800 €

Diese Werte sind Näherungen, keine Garantie. Der Verbrauch pro Person schwankt in der Praxis leicht um den Faktor zwei, je nach Duschverhalten. Wer den eigenen Wert genau wissen will, misst ihn mit einem Zwischenzähler oder Strommessgerät. Wie das zuverlässig geht, zeigen wir im Ratgeber zum Strommessgerät. Wichtig ist die Größenordnung: Bei vier Personen geht es um mehrere Hundert Euro im Jahr, ein Bereich, in dem sich Alternativen lohnen.

Durchlauferhitzer oder Warmwasserspeicher

Der häufigste Vergleich ist der mit dem elektrischen Warmwasserspeicher, also dem Boiler. Beim reinen Erwärmen sind beide gleich effizient, denn eine Kilowattstunde erwärmt in beiden Geräten dieselbe Wassermenge. Der Unterschied liegt woanders.

KriteriumDurchlauferhitzerWarmwasserspeicher
Bereitschaftsverlustekeine, heizt nur bei Bedarftäglich rund 1 bis 2 kWh Standby
Anschlussleistunghoch, 18 bis 24 kWniedrig, 2 bis 3 kW
Nacht- oder PV-Strom nutzbarnein, zu hohe Leistungja, lädt langsam mit wenig Leistung
Warmwasser sofort und unbegrenztja, solange Wasser läuftbegrenzt auf das Speichervolumen
Platzbedarfkleingroß, je nach Literzahl

Der Durchlauferhitzer punktet mit null Bereitschaftsverlusten: Er heizt nur, wenn Sie zapfen. Ein Speicher hält dagegen ständig Wasser warm und verliert dabei Wärme, auch wenn Sie tagelang nicht zu Hause sind. Bei einem gut gedämmten 150-Liter-Speicher sind das grob 1 bis 2 kWh pro Tag. Dafür kann der Speicher billigen Strom puffern, etwa nachts oder aus der eigenen PV-Anlage, was beim Durchlauferhitzer nicht geht. Wer diesen Weg prüfen will, findet die Details im Ratgeber zum Warmwasserspeicher mit 150 Liter.

Vergleich mit der Warmwasser-Wärmepumpe

Die ehrlichste Einordnung: Ein elektrischer Durchlauferhitzer wandelt Strom eins zu eins in Wärme. Eine Warmwasser-Wärmepumpe, auch Brauchwasser-Wärmepumpe genannt, holt einen Teil der Energie aus der Umgebungsluft und braucht deshalb für dieselbe Warmwassermenge nur etwa ein Drittel des Stroms.

TechnikFaktor Strom je kWh WarmwasserJahresstrom für 2.000 kWh BedarfKosten (0,35 €/kWh)
Durchlauferhitzer, elektrisch1,0rund 2.000 kWhrund 700 €
Warmwasser-Wärmepumpe, JAZ 3rund 0,33rund 670 kWhrund 235 €

Bei einem Vier-Personen-Haushalt spart die Wärmepumpe in diesem Rechenbeispiel rund 460 Euro im Jahr. Dem stehen die höheren Anschaffungskosten und der Platzbedarf gegenüber, weshalb sich die Umstellung vor allem bei hohem Warmwasserbedarf und langer Nutzungsdauer rechnet. Die Funktionsweise und die realistische Jahresarbeitszahl erklären wir im Ratgeber zur Warmwasser-Wärmepumpe und, allgemeiner zum Verbrauch, unter wie viel Strom eine Wärmepumpe verbraucht.

Die größten Stellhebel: Sparbrause und PV

Bevor Sie über einen Gerätetausch nachdenken, holen Sie das Einfache heraus. Die wirksamsten Hebel kosten wenig und wirken sofort, weil sie direkt an der erwärmten Wassermenge ansetzen, dem einzigen Faktor, den die Formel wirklich belohnt.

MaßnahmeWirkungErsparnis pro Jahr, 2 Personen
Sparbrause statt RegenbrauseDurchfluss von 12 auf 6 l/min halbiertbis rund 150 €
Duschzeit von 8 auf 5 Minutenweniger erwärmte Literrund 100 €
Auslauftemperatur 1 bis 2 Grad senkenkleinere Temperaturdifferenzrund 20 bis 40 €
Baden durch Duschen ersetzen150 l gegen 40 l pro Vorgangje nach Badhäufigkeit
Vollelektronisches Gerät statt hydraulischkeine Übererwärmungeinige Prozent

Die Sparbrause ist der klare Sieger, weil sie den Warmwasserdurchsatz halbiert, ohne dass die Dusche schwach wirkt. Beim Thema Photovoltaik lohnt eine nüchterne Einordnung: Ein Durchlauferhitzer zieht im Betrieb 18 bis 24 Kilowatt, das übersteigt den Überschuss einer normalen Hausanlage bei Weitem. Sie können ihn also praktisch nicht mit PV-Überschuss betreiben. Wer den eigenen Solarstrom fürs Warmwasser nutzen will, braucht einen Speicher mit Heizstab oder eine Warmwasser-Wärmepumpe, die beide mit geringer Leistung über den Tag laden.

Typische Fehler

1. Die kW-Zahl mit dem Verbrauch verwechseln

Ein 24-kW-Gerät gilt vielen als Stromfresser. Tatsächlich bestimmt die kW-Zahl nur die mögliche Durchflussmenge, nicht die Energie pro Liter. Wer weniger duscht oder eine Sparbrause nutzt, spart, egal ob 18 oder 24 kW am Anschluss hängen.

2. Die Auslauftemperatur zu hoch einstellen

Jedes Grad mehr Auslauftemperatur vergrößert die Temperaturdifferenz und damit den Verbrauch. Wer das Wasser auf 42 Grad heizt und dann kalt zumischt, heizt unnötig. Stellen Sie die gewünschte Duschtemperatur direkt am Gerät ein und regeln Sie nicht am Hahn nach.

3. Das Gerät ohne Anmeldung anschließen

Ein Durchlauferhitzer ab etwa 11 kW ist beim Netzbetreiber anzumelden und muss nach VDE-AR-N 4100 und den Technischen Anschlussbedingungen von einer Elektrofachkraft installiert werden. Der Selbsteinbau am Drehstromanschluss ist unzulässig und gefährlich.

4. Das teure Baden aus dem Blick verlieren

Ein Vollbad kostet so viel wie vier Duschen. Wer den Verbrauch senken will, aber täglich badet, kämpft an der falschen Stelle. Prüfen Sie zuerst die größten Einzelverbräuche, bevor Sie an Kleinigkeiten sparen.

Vorteile und Nachteile

✓ Vorteile

  • Keine Bereitschaftsverluste, das Gerät heizt nur beim Zapfen
  • Warmwasser sofort und in unbegrenzter Menge, kein Speicher läuft leer
  • Kompakt und dezentral direkt an der Zapfstelle montierbar
  • Vollelektronische Regelung hält die Temperatur gradgenau und spart einige Prozent
  • Verbrauch exakt kalkulierbar über Liter mal Temperaturdifferenz mal 1,16

✕ Nachteile

  • Wandelt Strom eins zu eins in Wärme, eine Wärmepumpe braucht nur ein Drittel
  • Hohe Anschlussleistung von 18 bis 24 kW, Drehstrom und Anmeldung nötig
  • Nicht mit PV-Überschuss oder günstigem Nachtstrom kombinierbar
  • Bei vier Personen mehrere Hundert Euro Stromkosten im Jahr
  • Hydraulische Geräte überhitzen und leiden unter dem Kaltwassersandwich

Fazit

🏆 Solide für den dezentralen Bedarf

Stromverbrauch Durchlauferhitzer: transparent, aber kein Sparmeister

3.7/ 5

Der Verbrauch eines Durchlauferhitzers ist mit Liter mal Temperaturdifferenz mal 1,16 exakt berechenbar und hängt allein am Warmwasserverbrauch, nicht an der kW-Zahl. Sparen lässt sich fast nur über weniger und kühleres Wasser, denn der Strom wird eins zu eins in Wärme umgesetzt.

Für einzelne Zapfstellen und kleine Haushalte bleibt der Durchlauferhitzer eine saubere Lösung ohne Standby-Verluste. Wer viel Warmwasser braucht, sollte zuerst Sparbrause und Duschzeit angehen und danach ehrlich prüfen, ob eine Warmwasser-Wärmepumpe die laufenden Kosten auf ein Drittel drückt.

Weiterführende Links und Quellen

Häufige Fragen

Wie berechne ich den stromverbrauch durchlauferhitzer pro Duschgang?

Multiplizieren Sie die erwärmten Liter mit der Temperaturdifferenz und mit 1,16, dann teilen Sie durch 1000. Beispiel: 40 Liter, von 12 auf 38 Grad, also 26 Kelvin Differenz, ergeben 40 mal 26 mal 1,16 geteilt durch 1000, das sind rund 1,2 kWh. Bei 0,35 Euro je Kilowattstunde kostet die Dusche also etwa 0,42 Euro.

Wie hoch ist der stromverbrauch durchlauferhitzer 1 person?

Für eine Person rechnen Sie mit rund 400 bis 600 kWh Warmwasserstrom im Jahr, je nach Duschhäufigkeit und Duschdauer. Bei 0,35 Euro je kWh sind das etwa 140 bis 210 Euro jährlich. Der stromverbrauch mit durchlauferhitzer 1 person hängt fast vollständig am Duschverhalten, nicht am Gerät. Eine tägliche kurze Dusche liegt am unteren Rand, langes tägliches Duschen am oberen.

Was ist der stromverbrauch durchlauferhitzer 2 personen?

Der stromverbrauch 2 personen durchlauferhitzer liegt typischerweise bei rund 800 bis 1200 kWh im Jahr, also etwa 280 bis 420 Euro bei 0,35 Euro je kWh. Als Näherung verdoppeln Sie den Einzelwert. Der stromverbrauch mit durchlauferhitzer 2 personen steigt überproportional, wenn beide lange und heiß duschen, und sinkt spürbar mit einer Sparbrause.

Wie viel Strom braucht ein Durchlauferhitzer für 4 Personen?

Ein 4-Personen-Haushalt kommt meist auf 1600 bis 2400 kWh Warmwasserstrom im Jahr, also rund 560 bis 840 Euro bei 0,35 Euro je kWh. In diesem Bereich lohnt der Vergleich mit einer Warmwasser-Wärmepumpe am deutlichsten, weil sie den Verbrauch etwa auf ein Drittel senkt.

Verbraucht ein 24-kW-Durchlauferhitzer mehr als ein 18-kW-Gerät?

Nein, nicht pro erwärmtem Liter. Die kW-Zahl bestimmt nur, wie viele Liter pro Minute das Gerät auf die Zieltemperatur bringt. Ein 24-kW-Gerät liefert bei kaltem Zulauf mehr warmes Wasser gleichzeitig, verbraucht für dieselbe Wassermenge und Temperatur aber genauso viele Kilowattstunden wie ein schwächeres Gerät.

Spart ein elektronischer Durchlauferhitzer gegenüber einem hydraulischen?

Ja, einige Prozent. Ein elektronisch geregeltes Gerät hält die eingestellte Temperatur gradgenau und heizt nicht über den Bedarf hinaus. Ein hydraulisches Gerät schaltet nur in groben Stufen, sodass Sie oft heißes Wasser mit kaltem herunttmischen. Diese Übererwärmung ist verlorene Energie. In der Praxis sind bis zu rund 10 Prozent Ersparnis realistisch.

Ist ein Durchlauferhitzer oder ein Warmwasserspeicher günstiger?

Beim reinen Erwärmen sind sie gleich, denn eine Kilowattstunde bleibt eine Kilowattstunde. Der Durchlauferhitzer hat keine Bereitschaftsverluste, weil er nur bei Bedarf heizt. Ein Speicher verliert dagegen täglich Wärme über die Standby-Verluste. Dafür kann der Speicher günstigen Nacht- oder PV-Strom puffern, was der Durchlauferhitzer wegen seiner hohen Anschlussleistung nicht kann.

Kann ich einen Durchlauferhitzer mit PV-Überschuss betreiben?

Kaum. Ein Durchlauferhitzer zieht im Betrieb 18 bis 24 Kilowatt, das übersteigt den Überschuss einer typischen Hausanlage um ein Vielfaches. Für die PV-Nutzung eignet sich ein Warmwasserspeicher mit Heizstab oder eine Warmwasser-Wärmepumpe deutlich besser, weil beide über den Tag mit geringer Leistung laden.

Was kostet ein Vollbad mit dem Durchlauferhitzer?

Ein Vollbad mit rund 150 Litern, erwärmt um etwa 30 Kelvin, verbraucht ungefähr 5,2 kWh. Bei 0,35 Euro je kWh kostet es also rund 1,80 Euro. Das entspricht etwa vier sparsamen Duschen. Wer häufig badet, spürt das im Jahresverbrauch deutlich.

Lohnt sich eine Sparbrause beim Durchlauferhitzer?

Ja, das ist der wirksamste einzelne Hebel. Eine Sparbrause senkt den Durchfluss von oft 12 bis 15 Litern auf 6 bis 8 Liter pro Minute. Da die Hälfte des warmen Wassers eingespart wird, halbiert sich auch der Warmwasserstrom fürs Duschen, ohne dass die Dusche spürbar schwächer wirkt.

Redaktion WattRatgeber Kaufberatung Haus-Energie

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