Konvektor: die ehrliche Einordnung der elektrischen Direktheizung
Ein Konvektor ist die einfachste Heizung, die es gibt: ein Heizdraht, ein Gehäuse und ein Thermostat, mehr braucht es nicht. Diese Schlichtheit ist zugleich seine Stärke und sein Problem. Er wird sofort warm, ist günstig in der Anschaffung und überall einsetzbar, wo eine Steckdose ist. Er verwandelt aber jede teure Kilowattstunde Strom in nur eine Kilowattstunde Wärme, und daran ändert kein Hersteller etwas.
Dieser Ratgeber ordnet den Konvektor ehrlich ein: Wie die Konvektion die Luft und nicht die Flächen heizt, warum die Warmluft an der Decke steht, welche Leistungsklassen es gibt und wo die Steckdose die Grenze zieht. Und vor allem, wann ein Konvektor die richtige Wahl ist, wann eine Infrarotheizung, ein Heizlüfter oder ein Ölradiator besser passt, und warum ein Konvektor als Hauptheizung gegen jede Wärmepumpe verliert.
Was ist ein Konvektor und wie funktioniert er
Ein Konvektor ist ein Heizgerät ohne bewegliche Teile: unten sitzt ein Heizelement, darüber ein Gehäuse mit Luftschlitzen. Kalte Raumluft strömt am Boden ein, streicht am heißen Heizdraht entlang, dehnt sich aus und steigt oben wieder aus. Diese aufsteigende Warmluft zieht von unten frische kalte Luft nach, und so entsteht eine dauernde Umwälzung. Genau diese Umwälzung heißt Konvektion und gibt dem Gerät seinen Namen.
Beim elektrischen Konvektor ist das Heizelement ein Widerstandsdraht. Er setzt den hindurchfließenden Strom vollständig in Wärme um, ganz gleich, ob das Gerät 30 oder 300 Euro kostet. Ein Konvektor ist damit eine Elektro-Direktheizung, physikalisch verwandt mit dem Heizlüfter und dem Ölradiator. Der Unterschied liegt nur darin, wie die Wärme in den Raum kommt, nicht darin, wie viel Strom sie kostet.
Diese Einfachheit erklärt Beliebtheit und Grenzen zugleich. Der Konvektor braucht keine Installation, keinen Wasseranschluss und keine Genehmigung, nur eine Steckdose. Er ist innerhalb von Minuten warm. Aber er kann den Strompreis nicht austricksen, und der ist in Deutschland die teuerste Energieform fürs Heizen.
Konvektion statt Strahlung: Luft heizen, nicht Flächen
Der wichtigste Unterschied zu einer Infrarotheizung ist das Wirkprinzip. Ein Konvektor erwärmt die Luft. Eine Infrarotheizung erwärmt über Strahlung direkt die Körper, Möbel und Wände im Raum, ähnlich wie die Sonne, während die Luft dazwischen zunächst kühl bleibt. Das hat spürbare Folgen für das Behaglichkeitsempfinden.
| Merkmal | Konvektor | Infrarotheizung |
|---|---|---|
| Was wird erwärmt | die Raumluft | Körper, Wände, Gegenstände |
| Behaglichkeit am Sitzplatz | erst, wenn der Raum warm ist | fast sofort, wie Sonnenwärme |
| Reaktion auf offene Tür | Wärme entweicht mit der Luft | angestrahlte Fläche bleibt warm |
| Warmluftschichtung | ausgeprägt, warm oben | gering |
| Eignung für hohe Räume | schlecht | besser |
Weil warme Luft leichter ist, sammelt sie sich unter der Decke. Diese Warmluftschichtung ist die Schattenseite jeder Konvektionsheizung: Am Kopf ist es angenehm, an den Füßen bleibt es kühl, und die teuerste Wärme steht ungenutzt oben. In Räumen mit hohen Decken oder Galerien verstärkt sich der Effekt. Wer vor allem einen festen Platz beheizen will, etwa den Schreibtisch in der Werkstatt oder einen Sessel, fährt mit einer Infrarotheizung als Standgerät oft angenehmer und effizienter, weil sie den Menschen statt die Deckenluft wärmt.
Leistungsklassen und das 16-A-Steckdosenlimit
Elektrische Konvektoren gibt es typischerweise in Stufen von 500 bis 2000 Watt, viele Geräte lassen sich zwischen zwei oder drei Stufen umschalten. Die Faustregel für Elektro-Direktheizung liegt bei rund 80 bis 100 Watt je Quadratmeter, wenn der Raum nur zeitweise beheizt wird und ordentlich gedämmt ist. In schlecht gedämmten Altbauräumen kann der Bedarf deutlich höher liegen.
| Leistung | Raumgröße (Zusatzwärme) | Typischer Einsatz |
|---|---|---|
| 500 W | bis ca. 6 m² | kleines Bad, Abstellraum |
| 1000 W | bis ca. 12 m² | Gästezimmer, kleines Büro |
| 1500 W | bis ca. 18 m² | Wohnraum in Übergangswochen |
| 2000 W | bis ca. 24 m² | größerer Raum, Werkstatt |
Nach oben zieht die Elektrik eine harte Grenze. Eine normale Schuko-Steckdose hängt an einem Stromkreis, der mit 16 Ampere abgesichert ist. Bei 230 Volt ergibt das rechnerisch rund 3680 Watt, also etwa 3,5 kW für den gesamten Stromkreis, nicht pro Steckdose. Ein einzelner 2000-Watt-Konvektor ist damit unkritisch, zwei kräftige Geräte am selben Stromkreis lösen aber die Sicherung aus. Betreiben Sie einen Konvektor stets direkt an einer Wandsteckdose, nicht über dünne Verlängerungen oder Mehrfachsteckdosen, denn die Dauerlast von 8 bis 9 Ampere erwärmt schwache Leitungen bedenklich.
Thermostat, Frostwächter und Timer
Über die Stromrechnung entscheidet nicht die Leistung, sondern die Regelung. Ein Heizelement, das ohne Abschaltung durchglüht, ist die teuerste Art zu heizen, die es gibt. Ein guter Thermostat schaltet das Element ab, sobald die Wunschtemperatur erreicht ist, und wieder ein, wenn sie um ein bis zwei Grad fällt. So läuft der Konvektor nur einen Bruchteil der Zeit unter Volllast.
- Mechanischer Thermostat: günstig, regelt grob mit spürbaren Temperaturschwankungen von mehreren Grad.
- Elektronischer Thermostat: hält die Temperatur auf etwa ein halbes Grad genau, schaltet häufiger und kürzer, spart dadurch Strom.
- Frostwächter: hält den Raum knapp über dem Gefrierpunkt, meist bei rund 5 bis 7 Grad. Sinnvoll für Ferienhaus, Gartenlaube oder Keller, damit keine Leitung einfriert.
- Timer und Wochenprogramm: heizt nur zu genutzten Zeiten vor, statt den leeren Raum den ganzen Tag warm zu halten.
Ein Konvektor ohne brauchbaren Thermostat ist unabhängig vom Preis eine Fehlinvestition. Bevorzugen Sie ein Modell mit elektronischer Regelung, Frostwächterstufe und Timer. Wer bereits eine Infrarotheizung nachrüstet, findet zur genauen Steuerung Hinweise in unserem Ratgeber zum Thermostat für die Infrarotheizung, das Prinzip der guten Regelung gilt für jede Elektroheizung gleichermaßen.
Konvektor im Bad: VDE 0100-701
Das Bad ist der klassische Einsatzort für einen Konvektor, denn hier soll es morgens für zwanzig Minuten schnell warm sein. Zugleich gelten hier die strengsten Regeln, festgehalten in der Norm DIN VDE 0100-701 für Räume mit Badewanne oder Dusche. Sie teilt das Bad in Schutzbereiche ein und schreibt für jeden vor, welche Geräte dort zulässig sind und welchen Schutzgrad sie haben müssen.
| Bereich | Lage | Anforderung an das Gerät |
|---|---|---|
| Bereich 0 | in Wanne oder Duschtasse | kein Konvektor zulässig |
| Bereich 1 | senkrecht über Wanne/Dusche | kein mobiler Konvektor, nur Festgeräte mit Eignung |
| Bereich 2 | 60 cm seitlich um Wanne/Dusche | mindestens IPX4, Spritzwasserschutz |
| außerhalb | übriger Raum | haushaltsüblicher Konvektor, Steckdose beachten |
Praktisch heißt das: Ein mobiler Steck-Konvektor gehört außerhalb der Schutzbereiche aufgestellt, mit ausreichend Abstand zu Wanne und Dusche, und sollte mindestens die Schutzart IPX4 gegen Spritzwasser mitbringen. Festinstallierte Badheizungen an gesonderter Zuleitung darf ohnehin nur eine Elektrofachkraft anschließen. Im Zweifel gilt die Regel: Nasse Hände und Steckdose gehören nie zusammen, und was fest im Bad verbaut wird, macht die Fachkraft.
Betriebskosten und der Vergleich mit der Wärmepumpe
Die Rechnung ist unbestechlich einfach. Ein Konvektor zieht seine Nennleistung als Strom und gibt sie als Wärme ab. Bei einem Strompreis von rund 0,35 Euro je Kilowattstunde, wie er 2026 für viele Haushalte gilt, ergeben sich diese Stundenkosten unter Volllast:
| Leistung | Verbrauch pro Stunde | Kosten pro Stunde | Kosten für 4 Stunden |
|---|---|---|---|
| 500 W | 0,5 kWh | ca. 0,18 € | ca. 0,70 € |
| 1000 W | 1,0 kWh | ca. 0,35 € | ca. 1,40 € |
| 1500 W | 1,5 kWh | ca. 0,53 € | ca. 2,10 € |
| 2000 W | 2,0 kWh | ca. 0,70 € | ca. 2,80 € |
Diese Kosten fallen nur an, wenn das Gerät tatsächlich unter Volllast läuft. Mit gutem Thermostat taktet es und verbraucht über den Tag weniger. Der entscheidende Punkt ist ein anderer: Jede dieser Kilowattstunden Wärme kostet den vollen Strompreis. Eine Wärmepumpe holt sich pro eingesetzter Kilowattstunde Strom das Drei- bis Vierfache an Wärme aus der Umgebungsluft.
| Wärmequelle für 2 kWh Wärme | Stromeinsatz | Kosten |
|---|---|---|
| Konvektor, Wirkungsgrad 100 % | 2,0 kWh | ca. 0,70 € |
| Wärmepumpe, JAZ 3,5 | ca. 0,57 kWh | ca. 0,20 € |
Das ist der ganze Kern der Sache: Gegen den Faktor 3 bis 4 einer Wärmepumpe kann ein Konvektor nicht gewinnen, weil er physikalisch bei Faktor 1 festsitzt. Als Grundheizung ist er darum die teuerste Option. Wie viel eine Wärmepumpe tatsächlich verbraucht, rechnen wir im Ratgeber Wie viel Strom verbraucht eine Wärmepumpe detailliert vor.
Konvektor, Heizlüfter, Infrarot oder Ölradiator
Alle vier verbreiteten Elektroheizungen haben denselben Wirkungsgrad von 100 Prozent und kosten pro gelieferter Kilowattstunde Wärme genau gleich viel Strom. Es gibt also kein sparsameres Gerät, nur ein für den jeweiligen Zweck passenderes. Der Unterschied liegt in Reaktionszeit, Geräusch, Wärmegefühl und Speicherverhalten.
| Gerät | Prinzip | Stärke | Schwäche | Passt für |
|---|---|---|---|---|
| Konvektor | Luftumwälzung | geräuschlos, schnell warm, leicht | Warmluft steht oben, keine Speicherung | Gästezimmer, Übergangswochen |
| Heizlüfter | Luft mit Ventilator | am schnellsten warm | laut, wirbelt Staub auf, trocken | kurzer Wärmestoß im Bad |
| Infrarotheizung | Strahlung | wärmt Körper und Flächen sofort | heizt nicht die ganze Raumluft | fester Sitzplatz, Werkstatt |
| Ölradiator | Konvektion und Strahlung, Ölspeicher | geräuschlos, wärmt nach dem Abschalten nach | träge, schwer, langsam warm | ruhiges Durchheizen eines Raums |
Kurz zusammengefasst: Für den schnellen Wärmestoß nimmt man den lauten Heizlüfter mit 3 kW, für den festen Arbeitsplatz die Infrarotheizung, für stundenlanges ruhiges Halten den Ölradiator und für den flexibel aufstellbaren, geräuschlosen Zwischenweg den Konvektor. Sparsamer als der Rest ist keiner, das entscheidet allein die Betriebszeit.
Konvektor oder Heizkörper der Zentralheizung
Eine der häufigsten Fragen lautet, ob sich ein elektrischer Konvektor gegen den klassischen Heizkörper lohnt. Hier ist Vorsicht geboten, denn das Wort Heizkörper meint meist den wassergeführten Radiator der Zentralheizung, gespeist von Gastherme oder Wärmepumpe. Dieser wassergeführte Heizkörper schlägt den Elektro-Konvektor bei den laufenden Kosten fast immer deutlich, weil seine Wärme nicht aus teurem Strom stammt.
Der elektrische Konvektor gewinnt nur in einer Nische: dort, wo keine Heizungsleitung hinreicht und sich das Verlegen nicht lohnt. Das gelegentlich genutzte Gästezimmer, die Gartenlaube, die Werkstatt, der Hobbyraum im Keller. Dort schlägt die niedrige Anschaffung den Aufwand einer Rohrleitung, solange der Raum nur wenige Stunden im Jahr beheizt wird. Sobald ein Raum aber täglich warm sein soll, wird die Stromrechnung zum Argument gegen den Konvektor.
Für einen dauerhaft beheizten Raum ohne Zentralheizung sind speichernde Elektroheizungen die bessere Wahl als ein einfacher Konvektor, weil sie günstigen Nachtstrom oder Solarüberschuss puffern können. Die Unterschiede erklären wir im Ratgeber zur Elektroheizung mit Wärmespeicher.
Wärmepumpen-Konvektor und Unterflurkonvektor
Zwei Begriffe sorgen regelmäßig für Verwechslung. Ein Wärmepumpen-Konvektor, auch Ventilator-Konvektor oder Fan Coil genannt, ist kein Stromheizer. Er wird vom Heizwasser der Wärmepumpe durchströmt und bläst dessen Wärme mit einem leisen Ventilator in den Raum. Dadurch heizt eine Wärmepumpe auch ohne Fußbodenheizung schnell und mit niedriger Vorlauftemperatur und kann im Sommer sogar kühlen. Er nutzt also den günstigen Faktor der Wärmepumpe, während der elektrische Konvektor bei Faktor 1 bleibt. Beide teilen nur den Namen, nicht die Kosten.
Ein Unterflurkonvektor ist ein in den Boden eingelassener Konvektor, meist vor bodentiefen Fenstern und Glasfassaden. Er verhindert, dass kalte Luft an der Scheibe absinkt und als Zugluft über den Boden zieht. Unterflurkonvektoren gibt es elektrisch wie wassergeführt, im Wohnbereich sind sie selten, häufiger in Wintergärten, Büros und Neubauten mit großen Fensterflächen. Wer ganzflächig behagliche Wärme ohne Zugluft sucht und keine Fußbodenheizung hat, sollte auch die Wärmepumpe ohne Fußbodenheizung in Betracht ziehen.
Typische Fehler
1. Den Konvektor zur Hauptheizung machen
Der teuerste Irrtum. Als Grundheizung einer Wohnung verursacht ein Konvektor drei- bis viermal so hohe Heizkosten wie eine Wärmepumpe. Er ist ein Gerät für einzelne Räume und einzelne Stunden, nicht für den Winter am Stück.
2. Am Thermostat sparen
Ein Gerät ohne oder mit nur grobem Thermostat heizt am Bedarf vorbei und schaltet zu spät ab. Ein elektronischer Thermostat mit Timer amortisiert seinen Aufpreis über die eingesparten Betriebsstunden schnell.
3. Zu viele Geräte an einen Stromkreis hängen
Zwei kräftige Konvektoren am selben mit 16 Ampere abgesicherten Stromkreis überschreiten die 3,5 kW und lösen die Sicherung aus. Verteilen Sie hohe Lasten auf verschiedene Stromkreise und meiden Sie dünne Verlängerungskabel und Mehrfachsteckdosen.
4. Schutzbereiche im Bad ignorieren
Ein Steckgerät im Spritzwasserbereich der Dusche ist lebensgefährlich. Halten Sie die Abstände nach VDE 0100-701 ein und wählen Sie mindestens IPX4. Alles Festinstallierte im Bad übernimmt die Elektrofachkraft.
Vorteile und Nachteile
✓ Vorteile
- Günstig in der Anschaffung, keine Installation, nur eine Steckdose nötig
- Innerhalb von Minuten warm und flexibel von Raum zu Raum tragbar
- Geräuschlos, anders als ein Heizlüfter mit Ventilator
- Mit Frostwächter ideal, um Ferienhaus oder Keller frostfrei zu halten
- Sinnvoll als punktuelle Zusatzwärme in selten beheizten Räumen
✕ Nachteile
- Wirkungsgrad 100 %, also drei- bis viermal teurer als eine Wärmepumpe
- Als Dauer- oder Hauptheizung wirtschaftlich die schlechteste Wahl
- Warmluft sammelt sich unter der Decke, an den Füßen bleibt es kühl
- Keine Wärmespeicherung, nach dem Abschalten sofort kalt
- Ohne guten Thermostat unnötig hoher Stromverbrauch
Fazit
Konvektor: das richtige Gerät am falschen Dauereinsatz
Ein Konvektor ist eine ehrliche, einfache Elektro-Direktheizung mit 100 Prozent Wirkungsgrad. Für selten beheizte Räume wie Gästezimmer, Werkstatt oder einzelne Übergangswochen ist er die richtige Wahl. Als Hauptheizung verliert er gegen jede Wärmepumpe, weil er physikalisch bei Faktor 1 festsitzt.
Kaufen Sie das Gerät nach passender Leistung, gutem elektronischem Thermostat, Frostwächter und dem nötigen Spritzwasserschutz, nicht nach Marke, denn in der Physik gleichen sich alle. Und heizen Sie damit gezielt einzelne Räume für einzelne Stunden. Für die Grundwärme des Hauses gehört die Entscheidung zur Wärmepumpe oder Zentralheizung, nicht zur Steckdose.
Weiterführende Links und Quellen
- Elektroheizung mit Wärmespeicher, Infrarotheizung als Standgerät, Heizlüfter mit 3 kW, Thermostat für die Infrarotheizung, Wie viel Strom verbraucht eine Wärmepumpe, Wärmepumpe ohne Fußbodenheizung
- DIN VDE 0100-701, Errichten von Niederspannungsanlagen, Räume mit Badewanne oder Dusche
- Umweltbundesamt, Heizen mit Strom und Effizienz von Elektro-Direktheizungen
- Verbraucherzentrale, Kosten und Grenzen elektrischer Direktheizungen
- Unsere Methodik, wie wir bewerten und worauf wir uns stützen
Häufige Fragen
Was ist ein konvektor?
Ein Konvektor ist ein Heizgerät, das Luft erwärmt, statt Flächen anzustrahlen. Kalte Luft strömt unten ein, wird an einem Heizelement erhitzt und steigt oben wieder aus. So entsteht eine Umwälzung im Raum, die Konvektion. Der elektrische Konvektor macht aus Strom Wärme mit 100 Prozent Wirkungsgrad, ist aber wegen des hohen Strompreises nur für selten beheizte Räume wirtschaftlich.
Konvektor oder heizkörper: was ist besser?
Wenn mit Heizkörper der wassergeführte Heizkörper der Zentralheizung gemeint ist, gewinnt dieser fast immer. Er wird von Gastherme oder Wärmepumpe gespeist und liefert die Wärme zu einem Bruchteil der Stromkosten. Ein elektrischer Konvektor lohnt nur dort, wo keine Heizungsleitung hinreicht, etwa im gelegentlich genutzten Gästezimmer oder in der Werkstatt.
Konvektor oder ölradiator: was ist sparsamer?
Beide sind Elektro-Direktheizungen und verbrauchen bei gleicher Wärmeabgabe exakt gleich viel Strom, denn beide haben 100 Prozent Wirkungsgrad. Der Unterschied liegt im Verhalten: Der Konvektor wird schneller warm und ist leichter, der Ölradiator speichert Wärme im Öl und gibt sie nach dem Abschalten träge weiter. Für kurzes Aufheizen eignet sich der Konvektor, für ruhiges Durchheizen der Ölradiator.
Konvektor oder radiator: wo liegt der Unterschied?
Ein Radiator, im Haushalt meist der Ölradiator, gibt seine Wärme zu einem größeren Teil als Strahlung über die warme Oberfläche ab und speichert sie im Öl. Ein Konvektor setzt fast vollständig auf die Luftumwälzung und hat kein Speichermedium. Der Konvektor reagiert schneller, der Radiator hält die Temperatur nach dem Abschalten länger. Sparsamer ist keiner von beiden, der Stromverbrauch ist identisch.
Ist ein elektro-konvektor teuer im betrieb?
Ja, als Dauerheizung ist er teuer. Bei rund 0,35 Euro je Kilowattstunde kostet ein 2000-Watt-Gerät auf voller Last etwa 0,70 Euro pro Stunde. Läuft es an kalten Tagen mehrere Stunden, summiert sich das schnell. Wirtschaftlich bleibt der Konvektor nur bei seltener Nutzung, wo die niedrige Anschaffung die hohen Stromkosten pro Stunde überwiegt.
Taugt ein konvektor für die küche?
Für die gelegentlich kühle Küche kann ein Konvektor als kurzfristige Zusatzwärme dienen, etwa morgens. Als Hauptwärmequelle ist er auch hier zu teuer. Achten Sie auf ausreichend Abstand zu Vorhängen, Möbeln und Spritzwasser am Spülbereich und stellen Sie das Gerät nicht unter Hängeschränke, damit die aufsteigende Warmluft ungehindert abziehen kann.
Was ist ein wärmepumpen-konvektor?
Ein Wärmepumpen-Konvektor, auch Ventilator-Konvektor oder Fan Coil genannt, ist etwas völlig anderes als ein elektrischer Konvektor. Er wird nicht mit Strom beheizt, sondern vom Heizwasser der Wärmepumpe durchströmt und bläst die Wärme mit einem leisen Ventilator in den Raum. So kann eine Wärmepumpe auch ohne Fußbodenheizung schnell und mit niedriger Vorlauftemperatur heizen und im Sommer kühlen.
Was ist ein unterflurkonvektor?
Ein Unterflurkonvektor ist ein in den Boden eingelassener Konvektor, meist vor bodentiefen Fenstern oder Glasfassaden. Er kann elektrisch oder wassergeführt sein und verhindert, dass kalte Luft an der Scheibe absinkt und über den Boden zieht. In Wohnungen findet man ihn selten, häufiger in Wintergärten, Büros und Neubauten mit großen Fensterflächen.
Welche marken bieten elektrische konvektoren an?
Mobile Elektro-Konvektoren gibt es unter anderem von Trotec und Klarstein, wassergeführte Ventilator-Konvektoren für Wärmepumpen etwa von Daikin. Da sich alle Elektrogeräte in der Physik gleichen, sollten Sie nicht nach Marke, sondern nach passender Leistung, gutem Thermostat, Frostwächterfunktion und dem für den Aufstellort nötigen Spritzwasserschutz auswählen.
Kann ein konvektor eine wohnung dauerhaft heizen?
Technisch ja, wirtschaftlich nein. Als alleinige Elektroheizung einer Wohnung verursacht ein Konvektor drei- bis viermal so hohe Heizkosten wie eine Wärmepumpe und mehr als eine moderne Gasheizung. Sinnvoll ist er nur als punktuelle Zusatzwärme in einzelnen, selten genutzten Räumen. Für die Grundheizung sind Wärmepumpe oder Zentralheizung die deutlich günstigere Wahl.